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Mittlerweile zwölf Hepa­titis-C-Infektionen in Donau-Ries Klinik Donauwörth

Montag, 22. Oktober 2018

/dpa

Donauwörth – Die Zahl der Hepatitis-C-Infektionen in der Donau-Ries Klinik Donauwörth ist weiter angestiegen. Wie Gesundheitsamtsleiter Rainer Mainka heute berichtete, seien inzwischen zwölf erkrankte Patienten bekannt. Er rechnet mit weiteren Fällen.

Ein Narkosearzt der Donau-Ries Klinik, der selbst an Hepatitis C litt, soll Patienten bei Operationen angesteckt haben. Der Mediziner arbeitet inzwischen nicht mehr in dem Krankenhaus.

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Nach Angaben des Landratsamtes Donau-Ries war der Anästhesist medikamenten­abhängig. Da Hepatitis C normalerweise nur über Blutkontakt übertragen werden kann, ist bislang rätselhaft, wie der Narkosearzt seine Patienten infiziert haben könnte.

Die Hepatitis-Fälle in Donauwörth waren vor knapp einer Woche bekanntgeworden. In einem ersten Schritt wurden fast 700 Patienten des kommunalen Klinikums ange­schrieben, bei deren Operationen im Zeitraum von November 2016 bis April 2018 der Anästhesist regulär eingesetzt war. Sie alle sollen sich bei ihren Hausärzten auf eine Infektion testen lassen.

Zudem werden Tausende zusätzliche Operationsprotokolle ausgewertet, um heraus­zufinden, wann der beschuldigte Arzt kurzfristig für einen Kollegen eingesprungen ist. In mindestens einem solchen Fall soll der Mediziner ebenfalls die Krankheit übertragen haben.

Mainka hofft, dass es bis zum Ende dieser Woche Klarheit über die Zahl der Betroffenen bei den knapp 700 Patienten gibt. Die Auflistung der weiteren Patienten werde voraussichtlich noch länger dauern. © dpa/aerzteblatt.de

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