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Krankenhausbetreiber Ameos übernimmt Sana Kliniken Ostholstein

Donnerstag, 25. Oktober 2018

/dpa

Ostholstein –Die Schweizer AMEOS Gruppe übernimmt die Sana Kliniken Ostholstein zum 1. Januar 2019. Dies teilten beide Seiten zu Beginn der Woche in einer gemein­samen Pressemitteilung mit. Der Verkauf stehe noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Kartellamt. Über die Verkaufssumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Ziel der Übernahme sei es, die Arbeitsplätze zu sichern und die Stabilität der medizinischen Versorgung im Kreis Ostholstein zu gewährleisten, erklärte Irmgard Wübbeling, Aufsichtsratsvorsitzende der Sana Kliniken Ostholstein in einer Mitteilung. Dies bestätigte auch AMEOS Vorstandsmitglied Michael Dieckmann. „Aus unserer Sicht können die zukünftigen AMEOS Klinika in Ostholstein gemeinsam eine deutlich verbesserte Versorgung der Menschen im gesamten Kreis Ostholstein sicherstellen“, hieß es.

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Mit der Übernahme werde die Sanierung des Klinikums in Eutin, das von SANA zunächst stillgelegt wurde, in Abstimmung mit dem Sozialministerium fortgeführt. Dort wurde diese Ankündigung begrüßt: „Insbesondere die Sanierung des Klinikums am Standort Eutin ist für uns dabei von besonderer Wichtigkeit“, sagte Matthias Badenhop (FDP), Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein.

Den Gesellschafterwechsel habe man dort „zur Kenntnis“ genommen. „Der Rückzug von SANA ist nach den Kommunikationsschwierigkeiten der letzten Monate ein nachvoll­ziehbarer Schritt“, erklärte Badenhop in einer Mitteilung. Zu Hintergründen der Schwierigkeiten äußerten sich sowohl Sana als auch AMEOS auf Nachfrage nicht.

Zur weiteren Vorgehensweise und bevorstehenden Veränderungen für die Sicher­stellung der Versorgung teilte AMEOS-Pressesprecher Florian Deumeland mit, dass zunächst Gespräche mit den Mitarbeitern vor Ort stattfinden sollen. Auch das Sozialministerium begrüßt, dass AMEOS ankündigte, alle Mitarbeiter übernehmen zu wollen.

AMEOS besitzt nach eigenen Angaben bereits 22 Einrichtungen an elf Standorten in Schleswig-Holstein. „Es kommen somit neue Standorte hinzu, die unsere vorhandenen Strukturen sinnvoll ergänzen“, erklärte Deumeland. Somit solle ein umfassendes Gesundheitsnetzwerk die Versorgung der Bevölkerung in der Region stärken.

Bei der Sana Kliniken AG wurden, auf Angaben des Unternehmens, 2017 33.133 Mitarbeiter beschäftigt und 2,2 Millionen Patienten behandelt. Die Kliniken umfassen 53 Krankenhäuser und fünf Alten- und Pflegeheime.

Die AMEOS Gruppe beschäftigt, nach eigenen Angaben, derzeit rund 13.000 Mitarbeiter in 78 Einrichtungen an 42 Standorten mit insgesamt 9.000 Betten und Behandlungsplätzen. © dit/aerzteblatt.de

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