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Adalimumab-Bio­similars: Erster Anbieter korrigiert Preise weiter nach unten

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Den monoklonalen Antikörper Adalimumab setzen Ärztinnen und Ärzte unter anderem bei rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis, Morbus Crohn, Psoriasis oder Colitis ulcerosa ein. /Sebastian Kaulitzki adobe.stock.com

Holzkirchen – Der Preiskampf um das weltweit umsatzstärkste Medikament Adalimumab (Humira) des Pharamkonzerns AbbVie ist im vollen Gange. Die Novartistochter Sandoz senkt wenige Tage nach Markteinführung seines Biosimilars Hyrimoz den Preis des Rheumamedikaments noch mal um das doppelte: Ursprünglich wurden 21 Prozent Preissenkung im Vergleich zum Original Humira angekündigt. Jetzt sollen es 37 bis 40 Prozent sein – je nach Packungsgröße, teilt Sandoz Germany/Hexal AG dem Deutschen Ärzteblatt heute mit.

Damit zieht das Pharmaunternehmen mit seinen Preisen zum 15. November gleichauf mit dem Konkurrenzpräparat Imraldi von Biogen, die von Anfang eine Preissenkung von 37 bis 40 Prozent angekündigt hatten.

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Eine 40 mg Fertigpen/Fertigspritze (6 Stück) kosten bei beiden Anbietern demnach 3.354,43 Euro verglichen mit 5.324,49 für die gleiche Packungsgröße von Humira.

Der dritte Adalimumab-Biosimilar-Anbieter Amgen hat gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt eine Preissenkung von 18 Prozent für Amgevita bestätigt.

Zwei weitere Pharmaunternehmen haben ebenfalls eine Zulassung der EMA für Adalimumab, Mylan (Hulio) und Boehringer Ingelheim (Cyltezo). Weitere Firmen werden folgen.

Multiple Wechsel in Registern sammeln

Der Rheumatologe Jürgen Braun vom Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne ist sich sicher, dass letztlich der kostengünstigste Anbieter gewinnen wird. Denn auf Basis der Stellungnahmen des Paul-Ehrlich-Instituts, der Deutschen Gesellschaft für Rheuma­tologie und der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft sind die von der EMA zugelassenen Biopharmazeutika im Prinzip gleich einsetzbar.

„Wichtig ist jetzt, dass in den Registern die klinischen Daten, auch zu multiplem Wechsel zwischen den Präparaten, gesammelt werden“, betont er. Denn hierzu seien die Erkenntnisse bislang begrenzt. „Bei der tendenziell steigenden Zahl von Biosimilars wird es solche Situationen, schon aus pragmatischen Gründen hinsichtlich der Verfügbarkeit, wahrscheinlich zunehmend geben.“ © gie/aerzteblatt.de

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