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Politik

Kompetenz­zentren sollen Pflegebedürftige und Angehörige unterstützen

Montag, 29. Oktober 2018

/dpa

Hamburg – Pflegekompetenzzentren vor Ort sollen künftig vor allem in ländlichen Regionen die Zusammenarbeit aller Akteure der Pflege unterstützen und durch ein gezieltes Case Management die Situation für Pflegebedürftige und deren Angehörige verbessern. Ein entsprechendes Projekt der DAK-Gesundheit unterstützt der Innova­tions­ausschuss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses mit zehn Millionen Euro. Als Pilot entsteht das erste Zentrum in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland.

Akteure der Pflege müssen zusammenarbeiten

„Die Förderung des regionalen Pflegekompetenzzentrums ist ein wichtiger Schritt zu einer besseren Versorgung vor Ort“, sagte Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. Gerade in ländlichen Regionen sei es wichtig, dass die vielen Akteure der Pflege, von der Beratung über Pflegedienste bis zur stationären Versorgung, reibungslos ineinandergriffen. „Unser Konzept hilft dabei“, so Storm.

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Als regionale Zentren könnten Krankenhäuser dienen, die von der Schließung bedroht seien. In dem Pilotprojekt in Nordhorn sei das Marienkrankenhaus vor Kurzem in ein Pflegeheim umgewandelt worden. „Deshalb haben wir dort die idealen Voraussetzungen, um unser Konzept schnell in die Praxis umzusetzen“, so Storm.

Digitale Möglichkeiten ausloten

Die DAK weist darauf hin, dass es bei dem Projekt auch darum gehe, neue technische Möglichkeiten in die Praxis zu bringen. Denkbar sei zum Beispiel, mit digitaler Hilfe die Arbeit von Pflegekräften zu erleichtern oder Angehörigen dabei zu helfen, die Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder zu organisieren. „Im regionalen Pflegekompetenzzentrum wollen wir mit technischen Innovationen vorangehen“, betonte Storm.

Die DAK-Gesundheit ist Konsortialführerin des Innovationsfonds-Projekts. Weitere Partner sind die Gesundheitsregion Euregio, die Universität Osnabrück, die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar und andere. © hil/aerzteblatt.de

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