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Ausland

Entwicklungsminister Müller bezeichnet Hunger als Mord

Dienstag, 30. Oktober 2018

/agarianna, stockadobecom

München – Vor dem Afrikagipfel im Bundeskanzleramt hat Bundesentwicklungs­minister Gerd Müller (CSU) mehr Mittel für humanitäres Engagement in Afrika gefordert. „Hunger ist Mord“, sagte Müller heute im Bayerischen Rundfunk (BR).

Er forderte mehr Mittel aus dem Bundeshaushalt und nahm seinen Kabinettskollegen Olaf Scholz (SPD) in die Pflicht. „Hier baue ich auch darauf, dass ich von Seiten des Finanzministers stärker unterstützt werde“, sagte er. Das Ernährungsproblem in Afrika könne mit dem Wissen und der Technik von heute gelöst werden.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt heute im Kanzleramt mehrere afrikanische Staats- und Regierungschefs zu einer Afrikakonferenz. Dabei geht es um den G20 Compact with Africa, mit dem die Rahmenbedingungen für privatwirt­schaftliche Investitionen in Afrika verbessert werden sollen.

Müller mahnte in dem Zusammenhang auch eine stärkere Eigenleistung der afrikanischen Staaten an: „Kampf der Korruption, Aufbau von rechtstaatlichen Systemen – das ist Voraussetzung, damit privates Investment gelingt“, sagte er dem BR.

Damit die wirtschaftliche Zusammenarbeit auch zu Wachstum in Afrika führt, sei ein „neues, fortschrittliches und faires Handelssystem“ mitentscheidend. „Die Afrikaner müssen Zugang zu den europäischen Märkten haben und umgekehrt darf der afrikanische Markt nicht ein Überflussventil für europäische Agrarprodukte sein“, sagte der CSU-Politiker.

Müller kündigte mehr Investitionen in den Aufbau von Gesundheitsstrukturen, die Stärkung der Landwirtschaft und insbesondere in Ausbildung und Bildung an. Afrika nehme 90 Prozent seiner Flüchtlinge selbst auf, deshalb bestehe eine Verpflichtung zu helfen. Afrika liege vor der „Haustüre Europas“, betonte der Minister. Die Bevölkerung werde sich bis 2050 verdoppeln. Das seien Herausforderungen, die Auswirkungen auf Europa hätten. © afp/aerzteblatt.de

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