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Politik

DAK-Gesundheit schlägt neues Präventionskonzept für Diabetes vor

Dienstag, 30. Oktober 2018

/Fotoimpressionen, stock.adobe.com

Hamburg – Die DAK-Gesundheit hat ein neues Präventionskonzept vorgeschlagen. Es soll die zunehmenden Diabeteserkrankungen eindämmen – und zwar durch eine besondere Früherkennung von Prädiabetes. Damit will die Krankenkasse jährlich 167.000 Versicherte erreichen.

Das neue Präventionskonzept basiert auf einer Studie des Berliner IGES-Instituts. Es hat für den aktuellen Versorgungsreport 2018 im Auftrag der Krankenkasse untersucht, inwieweit sich eine auf Menschen mit stark erhöhtem Diabetesrisiko zielende Strategie positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken würde. Das Ergebnis: Durch frühzeitiges Eingreifen könnten langfristig nicht nur neue Diabeteserkrankungen, sondern auch viele Folgeschäden verhindert werden.

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So wären laut IGES alleine 11.000 Schlaganfälle, 31.000 Niereninsuffizienzen, 29.000 Fälle von diabetischem Fuß, 15.000 diabetesbedingte Augenerkrankungen und 39.000 ischämische Herzerkrankungen vermeidbar, wenn bereits im Stadium des Prädiabetes gehandelt würde. Damit wird die Phase bezeichnet, in der zwar noch keine eigentliche Diabetesdiagnose gestellt wird, sich jedoch bereits Anzeichen dafür mehren. Durch eine frühe und konsequente Intervention ließe sich laut Versorgungsreport die Zahl der Diabetes-mellitus-Typ-2-Erkrankungen bis zum Jahr 2065 um 275.000 senken.

„Die Studie zeigt eindeutig, dass eine Nationale Diabetesstrategie wichtig ist, um die Ausbreitung von Diabetes einzudämmen“, sagte Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstandes der DAK-Gesundheit. Diabetes sei keine Einbahnstraße. Bei einer rechtzeitigen Intervention ließe sich Typ 2 sogar heilen. „Dazu müssen aber die nötigen Werkzeuge existieren und auch eingesetzt werden“, so Storm.

Dementsprechend sieht das neue Präventionskonzept vor, dass bereits Patienten mit auffälligen Blutzuckerwerten und stark erhöhtem Diabetesrisiko ein Versorgungs­angebot erhalten. Besonders die Hausärzte müssten laut DAK für das Thema sensibilisiert werden, um bereits bei ersten Anzeichen eines erhöhten Blutzucker­spiegels gemeinsam mit dem Patienten Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Diese müssten explizit nicht die Gabe von Medikamenten einschließen, sondern sollten vor allem moderne Ansätze der Ernährungsberatung und Bewegungsförderung umfassen, wie es hieß. Auch der Einsatz einer App wäre denkbar.

Laut DAK-Gesundheit würden nicht nur die Patienten selbst profitieren, auch das Gesundheitswesen könnte effizienter und somit leistungsfähiger werden. Demnach beliefen sich die jährlichen Kosten für ein solches Programm auf etwa 200 Millionen Euro. Dem gegenüber stünden jedoch erhebliche Einsparungen. So würden alleine die eingesparten Versorgungskosten für die 31.000 vermiedenen diabetesbedingten Nierenerkrankungen diese 200 Millionen Euro übersteigen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Mittwoch, 31. Oktober 2018, 23:59

"Entschuldigung, aber als "Typ-2-Diabetiker mit 16 Jahren Patietnen-Erfahrungen" kann ich darpber nur lachen"

Hier arbeitet nach dem "uralten Prinzip", wie es auch gern in der Politik verwendet wird:

"Man nehme eine "Unmenge an statistischen Zahlen aus der Vergangenheit", vermenge sie mit "Absichtserklärungen für
die Zukunft" und projiziert dies dann als "Konzept" womit
man (wie in dem Fall)( "Hausärzte sensibilisieren" möchte"

Was bitte sehr, hat man dann bisher in Sachen "Prävention" gemacht,
wenn man nun ein "neues Präventionskonzept Diabetes" vorschlagen
muss?

Ich kämpfe seit Jahre mit der "DAK" um die "Anerkennung" des in der
"Zusammenarbeit mit meinem Hausarzt und Diabetologen" erstellten

"Selbstmanagement meines Diabetes Typ 2"

das auch "Prävention gegen Folgen der Altersphysiologie" beinhaltet.
Allerdings ist man bei der "DAK" noch nicht so weit, denn derartiges
ist im deren "Leistungskatalog nicht enthalten". Interessanterweise
kennt man die von mit zitierte

"Größte europäische Altersstudie DO-HEALTH"

nicht, an der seit "2012" mit über "2.200 Senioren" gearbeitet wird,
deren Ergebnisse "Ende 2018" vorgestellt werden. Nur werden dann
"echte Fakten" veröffentlicht
.
H, Jürgen Barth, Rodalben

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