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Ärzteschaft

Neues Telemedizinangebot im Rheinland gestartet

Dienstag, 30. Oktober 2018

/goodluz, stockadobecom

Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die Barmer starten Anfang November ein neues telemedizinisches Programm. Das „ZNS-Telekonsil“ soll die Versorgung von Patienten mit Demenz, Psychosen, Multipler Sklerose, Parkinson sowie Kopfschmerz unterstützen. „Ich freue mich, dass wir mit dem Telekonsil vorhandene Technik sinnvoll nutzen, um Patienten schneller versorgen und die Praxen entlasten zu können“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Frank Bergmann.

Hausärzte können mithilfe des ZNS-Telekonsils Nervenärzte, Neurologen oder Psychiater online konsultieren und um Unterstützung bitten – von der Diagnose­stellung bis hin zu möglichen Therapiewegen. Bei einer entsprechenden Verdachts­diagnose trägt der erstbehandelnde Arzt die Symptome des Patienten in standardisierte Formulare ein.

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Diese sind auf einer speziellen Onlineplattform abrufbar und wurden von dem Berufsverband der Nervenärzte (BVDN), der Neurologen (BDN) und der Psychiater (BVDP) entwickelt. Der kontaktierte Facharzt kann dann online auf die Angaben, zum Beispiel auf Testergebnisse oder Röntgenaufnahmen, zugreifen und innerhalb weniger Tage auf demselben Weg seine Diagnostik- und Therapieempfehlungen geben.

„Unklare Befunde lassen sich online mithilfe der fachärztlichen Expertise schnell klären, Patienten gewinnen wertvolle Zeit für die Therapie, Wartezeiten auf einen regulären Facharzttermin oder lange Wege zum Spezialisten können mitunter entfallen“, sagte Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in Nordrhein-Westfalen.

Das Onlinekonsil entlaste auch die teilnehmenden Praxen, da die Experten ihre Empfehlungen geben können, ohne Patienten extra einbestellen zu müssen. „Mit dem ZNS-Konsil reagieren wir auch auf den starken Anstieg von neurologischen Erkrankungen“, so Beckmann. © hil/sb/aerzteblatt.de

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