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Widerspruch bei Elternkuren oft erfolgreich

Mittwoch, 31. Oktober 2018

/dpa

Berlin – Eltern haben mit einem Widerspruch gegen eine abgelehnte Kur laut Müttergenesungswerk oft Erfolg. In zwei Dritteln aller Fälle sei im vergangenen Jahr am Ende zugunsten des Antragstellers entschieden worden, teilte die Organisation heute in Berlin mit.

An der hohen Quote zeigten sich Fehlentscheidungen der Krankenkassen, hieß es. Insgesamt habe die Ablehnungsquote im vergangenen Jahr aber bei elf Prozent gelegen – und damit deutlich niedriger als noch 2011 und 2012 mit 35 beziehungsweise 19 Prozent.

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Einer Befragung des Müttergenesungswerks für seinen aktuellen Datenreport zufolge empfinden Eltern ständigen Zeitdruck mehrheitlich als Belastung. 75 Prozent der Mütter und 63 Prozent der Väter äußerten sich demnach so. Dabei waren rund 80 Prozent der befragten Mütter berufstätig. Sie leisteten zusätzlich den Hauptteil der Familienarbeit zu Hause, wie zum Beispiel Einkauf, Wäsche, Erziehung und Pflege von Angehörigen.

Väter hingegen sind der Befragung zufolge weiterhin mehrheitlich (73 Prozent) und meist in Vollzeit die Hauptverdiener der Familie. Auch sie empfänden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als belastend, hieß es. Insbesondere Mütter klagten jedoch seit Jahren über die mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit für die Familie.

Im vergangenen Jahr nahmen laut Müttergenesungswerk rund 48.000 Mütter – mit oder ohne Kinder – an einer passenden Kur der Organisation teil. Unter den Vätern waren es 1.600, die eine entsprechende Kur antraten.

In mehr als 90 Prozent aller Fälle wurden psychische Störungen wie Erschöpfungs- und Angstzustände, Schlafstörungen, depressive Episoden oder akute Belastungsreaktionen diagnostiziert. Auch Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen oder Bandscheibenschäden spielten eine große Rolle. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Donnerstag, 1. November 2018, 20:49

Wieso nur bei Eltern-Kuren?

Die Krankenkassen lehnen doch beim ersten Antrag grundsätzlich alles erstmal ab, besonders gern Reha-Maßnahmen, für die nicht die Rentenversicherung zahlen muss.
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