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Ärzteschaft

Notdienstpraxis der KV Berlin für Kinder und Jugendliche verlegt

Donnerstag, 1. November 2018

Charité – Campus Virchow-Klinikum /dpa

Berlin – Die Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin für Kinder und Jugendliche nimmt morgen am Charité-Campus Virchow-Klinikum (CVK) in Berlin ihre Arbeit auf. Sie war bisher vom Standort der DRK-Kliniken aus betrieben worden, wurde nun aber ans CVK verlegt worden. Hintergrund ist laut KV Berlin, dass viele Eltern sich aufgrund der dort vorhandenen stationären Versorgung direkt an die Kinderrettungsstelle am CVK wenden.

Ziel ist es laut KV, die bestehende Kinderrettungsstelle zu unterstützen und die Wartezeiten für die Patienten zu verkürzen. Die KV-Notdienstpraxis, in der niedergelassene Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin die Dienste übernehmen, soll die Kindernotaufnahme in den sprechstundenfreien Zeiten – freitags von 15 bis 22 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von elf bis 22 Uhr – ergänzen.

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An einem gemeinsamen Tresen wird entschieden, ob es sich um ambulant zu behandelnde Fälle für die Notdienstpraxis oder schwerere Fälle für die Kinder­rettungsstelle handelt. Außerhalb der Notdienstpraxiszeiten übernimmt die Kindernotaufnahme die Patienten wie gehabt.

Der stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende Burkhard Ruppert betonte, durch die neue Notdienstpraxis sollte eine Entlastung für die Mitarbeiter der Kinder­rettungsstelle geschaffen werden. So könnten sich die Mitarbeiter der Charité „um die schweren Fälle kümmern.“

„Unser übergeordnetes Ziel ist eine patientenorientierte Rundumversorgung“, sagte Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité. Er sei „sehr froh“ über die Kooperation mit der KV Berlin. Eltern könnten oft nicht einschätzen, wie schwer die Erkrankung des eigenen Kindes tatsächlich sei. „Hierbei wollen wir sie mit dem umfassenden Angebot aus ambulanter Notdienstpraxis und unserer Notaufnahme unterstützen“, so Frei.

Aktuell betreibt die KV Berlin im gesamten Stadtgebiet sechs Notdienstpraxen (vier für Kinder und Jugendliche, zwei für Erwachsene), weitere sollen folgen. „Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass es sich bei den KV-Notdienstpraxen um ein Notdienstsystem handelt“, erinnert Ruppert. Dieses soll die sprechstunden­freien Zeiten überbrücken. KV-Notdienstpraxen ersetzten nicht den Besuch in einer Kinder- und Jugendarztpraxis.

Im Notfall sollten Patienten oder Eltern im Idealfall vorab die 116117 – die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes – anrufen. Von der Leitstelle der KV Berlin erfolgt eine Weiterleitung in die medizinisch notwendige Versorgung. © may/EB/aerzteblatt.de

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