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Krebskranker Kläger in Monsanto-Prozess akzeptiert niedrigeren Schadenersatz

Donnerstag, 1. November 2018

Kläger Dewayne Johnson während des Monsanto-Prozesses /dpa

San Francisco – Im Glyphosatprozess in den USA hat der krebskranke Kläger einer niedrigeren Strafzahlung gegen die Bayer-Tochter Monsanto zugestimmt. Dewayne Johnson willigte in die Absenkung von 289 Millionen Dollar auf rund 78 Millionen Dollar ein, wie seine Anwälte gestern erklärten. Damit wolle er „die Last eines neuen Prozesses“ vermeiden und dafür sorgen, dass der Fall noch vor seinem Tod abgeschlossen werden könne.

Ein Geschworenengericht in San Francisco hatte Monsanto im August zur Zahlung von 289 Millionen Dollar (251 Millionen Euro) Schadenersatz und Strafe verurteilt. Glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel wie Roundup und RangerPro hätten „wesentlich“ zur Krebserkrankung des früheren Hausmeisters Johnson beigetragen, hieß es zur Begründung. Monsanto – seit Juni Tochter des Chemiekonzerns Bayer – habe nicht vor der Gefährlichkeit der Herbizide gewarnt und dabei mit „Heimtücke“ gehandelt.

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Monsanto kündigte Berufung an und forderte zunächst einen neuen Prozess. Das lehnte die zuständige Richterin in San Francisco vergangene Woche ab. Zugleich erklärte Richterin Suzanne Bolanos aber, die Summe müsse von 289 Millionen auf 78 Millionen Dollar gesenkt werden. Johnson wurde bis zum 7. Dezember Zeit gegeben, dem zuzustimmen – andernfalls sollten die von Monsanto zu entrichtenden  Zahlungen in einem neuen Prozess festgelegt werden.

Johnson, der unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist, willigte nun ein. Allerdings ist das Verfahren damit noch nicht abgeschlossen: Bayer dürfte an der Berufung festhalten. Der Konzern zeigte sich vergangene Woche „nach wie vor davon überzeugt, dass das Urteil im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen steht“.

Im Zentrum des Prozesses stand die Frage, ob die in den Unkrautvernichtungsmitteln Roundup und RangerPro enthaltene Chemikalie Glyphosat eine krebsauslösende Wirkung hat. Monsanto, das seit Juni zum Bayer-Konzern gehört, bestreitet eine solche Wirkung seines Produkts.

In der Forschung ist diese Frage umstritten. Roundup ist das wichtigste Produkt von Monsanto, es wird seit mehr als 40 Jahren verkauft. Monsanto entwickelte auch gentechnisch veränderte Pflanzen, die resistent gegen die Chemikalie sind.

Das Urteil vom August war ein schwerer Rückschlag für Bayer und Monsanto. Bayer zufolge sind derzeit allein in den USA 8.000 Verfahren wegen glyphosathaltiger Produkte von Monsanto anhängig. © afp/aerzteblatt.de

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bluedreams54
am Donnerstag, 1. November 2018, 19:51

Und

Das zahlt jetzt die deutsche Bayer. Gut eingefädelt
LNS

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