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Ausland

Hilfsorganisationen warnen vor prekärer Lage in der Republik Kongo

Freitag, 2. November 2018

Flüchtlingsdorf im Kongo /dpa

Kinshasa/Berlin – Nach der Ausweisung Zehntausender Kongolesen aus dem Nachbarland Angola schlagen humanitäre Helfer Alarm: Die in ihr Heimatland Demokratische Republik Kongo zurückgeschickten Migranten seien dringend auf Nahrungsmittel und medizinische Hilfe angewiesen, mahnten Vertreter internationaler Hilfsorganisationen. Zudem gebe das hohe Gewaltniveau in der Region Kasai zunehmend Anlass zur Besorgung.

Seit Anfang Oktober hat das südwestafrikanische Angola rund 200.000 illegal ins Land gekommene Migranten aus dem Nachbarland Kongo wieder ausgewiesen. „Sie sind traumatisiert und mittellos und brauchen dringend Hilfe“, erklärte Chals Wontewe von der Organisation Oxfam in der Demokratischen Republik Kongo. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sitzen aktuell rund 50.000 aus Angola ausgewiesene Menschen ohne Geld und Nahrung nahe der Grenzstadt Kamako in der Provinz Kasai fest. Es fehle an Unterkünften, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln. „Es muss mit Epidemien gerechnet werden", warnten die Hilfsorga­nisationen.

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Zugleich hat Ärzte ohne Grenzen auf die steigende Zahl von Vergewaltigungsopfern in der Region hingewiesen. Zwischen Mai und September hat die Hilfsorganisation in der Stadt Kananga in der kongolesischen Provinz Kasai bereits mehr als 2.600 Opfer sexueller Gewalt behandelt, 162 davon waren Kinder unter 15 Jahren. Achtzig Prozent der Opfer gaben an, von bewaffneten Männern vergewaltigt worden zu sein.

Die Region Kasai zählt zu den ärmsten Gegenden im ohnehin sehr armen Kongo. Ein bewaffneter Konflikt hatte dort 2016 und 2017 nach UN-Angaben rund 3.000 Menschen das Leben gekostet und eine Million Menschen in die Flucht getrieben. © hil/sb/aerzteblatt.de

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