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Beratungsunternehmen erwartet von Digitalisierung 15 bis 20 Prozent Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen

Montag, 5. November 2018

/dpa

Düsseldorf – Digitale Lösungen können das Gesundheitswesen deutlich effizienter machen. Das erwarten Ökonomen aus dem Health Research Institute (HRI) des Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC). In ihrer Studie „Global Top Health Industry Issues“ beschreiben sie Trends, die das Gesundheitswesen nach ihrer Auffassung prägen werden. Für das deutsche Gesundheitssystem heben sie vier Entwicklungen hervor.

Mehr Effizienz durch Digitalisierung

Unternehmen und andere Organisationen können laut PwC ihre Effizienz mit sogenannten smarten Technologien bis 2021 um geschätzte 15 bis 20 Prozent steigern, wenn sie digitale Anwendungen unter anderem für die Geschäftsprozessoptimierung oder die Entwicklung medizinischer Produkte einsetzen. Die Digitalisierung werde auch bedeutsamer bei der Entwicklung und Umsetzung von Therapien, bei Patienten­versicherungen und der klinischen Dokumentation.

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Bis Künstliche Intelligenz (KI) im deutschen Gesundheitswesen eine große Rolle spiele, werde es allerdings noch dauern. „Solche Anwendungen basieren auf sehr großen Datenmengen – und die müssen aktuell erst aufgebaut werden“, sagt Michael Burkhart, Partner und Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC.

Gesundheits-Apps

Der zweite Trend bezieht sich auf die Entwicklung und Anwendung von Smartphone- und Tablet-Applikationen zur Gesundheit. Konsumenten nutzten bereits viele soge­nannte Gesundheits-Apps und kümmerten sich damit zunehmend selbst um ihre Gesundheit und Vorsorge. Diese Angebote seien aber meist nur sehr schlecht in das bestehende Gesundheitssystem integriert. Insbesondere für diesen Bereich identifiziert die Studie großes Potenzial, da die Systeme helfen könnten, Behandlungsergebnisse zu verbessern, Budgets für die medizinische Versorgung effizienter einzusetzen und den Zugang zu Gesundheitssystemen zu vereinfachen.

Mehr Cyberkriminalität

Als dritten Trend identifizieren die PwC-Ökonomen das Anwachsen von Cyber­kriminalität gegen Gesundheitseinrichtungen. Je häufiger ans Internet angeschlossene medizinische Geräte und Netzwerke im Gesundheitswesen zur Anwendung kämen, desto höher sei das Risiko, dass sie zum Ziel von Cyberattacken, Ransomware und Malware würden. 

Belastung durch chronische Erkrankungen

Laut PwC werden die Kosten für die Betreuung von chronisch Kranken weiter steigen. Gesetzgeber, Versicherer und Versorger setzten daher zunehmend auf Prävention und versuchten, die Bevölkerung zu Präventivmaßnahmen zu bewegen. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #666815
jpyeah
am Dienstag, 6. November 2018, 09:22

Selten so einen Unsinn gelesen

Diese Studie ist sehr tendenziös. PWC ist alles andere als unabhängig. Welche Effizienzsteigerung hat uns denn die bisherige Digitalisierung gebracht? Es wird schlicht mehr dokumentiert und kopiert und gedruckt als je zuvor. Werden die Patienten dadurch gesünder? Wohl kaum. Wer viel misst, misst Mist. Als Arzt sitze oder stehe ich in der Klinik fast nur noch am PC/Kopierer/Drucker und das Gespräch mit dem Patienten und die klinische Untersuchung nimt nur noch einen geringen sicher nur noch einstelligen Prozentsatz meiner Arbeit ein...
LNS

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