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Gastroenterologen fordern personalisierte Prävention

Dienstag, 6. November 2018

/momius, stockadobecom

Berlin – Die personalisierte Medizin nicht nur in der Therapie einzusetzen, sondern auch in der Prävention entsprechende Konzepte zu nutzen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Die Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten ist individuell bekanntlich sehr unterschiedlich. „Aktuell tragen wir bei Fragen der Prävention viel zu wenig der Tatsache Rechnung, dass das Risiko für die Entwicklung gerade der vielen ernährungsabhängigen Krankheiten von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist“, sagte der DGVS-Präsident Frank Lammert. Ein Beispiel sei die Wirkung von Alkohol. Zwar ist unbestritten, dass Alkoholkonsum der Gesundheit schadet. „Jedoch besteht individuell eine unterschiedliche Veranlagung, ab welcher Menge und in welchem Ausmaß es zu alkoholbedingten Organschäden kommt“, erläuterte Christian Trautwein, Medien­sprecher der DGVS. 

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Die Fachgesellschaft fordert, das Risiko des Einzelnen genauer zu beziffern und individualisierte Risikoprofile auf Basis molekularer Erkenntnisse zu erstellen. „Das würde auch helfen, die Motivation des einzelnen Patienten für eine Präventions­maßnahme zu erhöhen“, argumentiert die Fachgesellschaft. „Die Zukunft gehört den personalisierten Vorsorgekonzepten, die Gastroenterologen mit ihren Patienten besprechen, nicht den guten Ratschlägen nach dem Gießkannenprinzip“, so Lammert.

Die DGVS setzt sich in diesem Zusammenhang für ein sogenanntes Nationales Präventionszentrum Gastroenterologie ein. „Durch das Verständnis des Krankheits­verlaufs – auch auf molekularer Ebene – können Konzepte entwickelt oder erweitert werden, um wirksame Präventions-, Früherkennungs- und Behandlungsstrategien für Krankheiten der Verdauungsorgane und ihre Folgen zu entwickeln“, so Trautwein. © hil/aerzteblatt.de

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