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Politik

Heil kritisiert Spahns Forderung zur Rentenversicherung

Freitag, 9. November 2018

/dpa

Berlin – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Forderung von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) nach höheren Rentenbeiträgen für Kinderlose kritisiert. „Es ist mehr als eine schräge Idee, Kinderlose zu bestrafen“, sagte Heil heute laut einer Mitteilung seines Ministeriums. „Zumal die Kinderlosigkeit in vielen Fällen ungewollt ist.“ Es gehe ihm vielmehr darum, Familien zu unterstützen, so Heil. Für mehr Geld in der Rentenversicherung „sollten wir lieber über einen höheren Rentenversicherungsbeitrag für sehr reiche Menschen nachdenken.“

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Spahn hatte in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft von heute gefordert, dass Kinderlose merklich mehr in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen sollten als Eltern. „Im Umlagesystem bekommen die Alten das Geld von den Jungen – auch, wenn es die Kinder nur der Anderen sind.“ Er sage dies ganz bewusst als „selbst Kinderloser, der bereit ist, finanziell mehr zur Zukunftsfähigkeit des Systems beizutragen“. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 11. November 2018, 01:17

Sozialpolitik mit der Brechstange kontraproduktiv!

Das erwarte ich einfach von einem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter, gelernten Bankkaufmann bei der Westdeutschen Landesbank in Münster und Studium mit Abschluss in Politikwissenschaft an der Fernuniversität Hagen als Master of Arts (M.A.).
https://www.jens-spahn.de/profil

Denn Jens Spahn übersieht politökonomisch-naiv oder populistisch-geflissentlich, dass es sich bei kinderlosen (Ehe-)Paaren bzw. Lebenspartnerschaften in der Regel um DINK ("double income no kids") handelt. "Das Akronym DINK (engl. für double (oder dual) income no kids, zu Deutsch „doppeltes Einkommen, keine Kinder“) bezeichnet Personen zwischen 25 und 45 Jahren in einer Paarbeziehung, die noch keine Kinder haben oder kinderlos bleiben wollen; sie leben als verheiratetes, häufiger noch als unverheiratetes Paar zusammen, sind in der Regel beide berufstätig und verfügen über ein entsprechend hohes (doppeltes) Haushaltseinkommen..." nach 
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Double_Income_no_Kids

Damit zahlen (ungewollt?) Kinderlose doppelt soviel in die Pflege- und Rentenversicherung ein und nehmen bei zweifacher Veranlagung keinen Familienvorteil in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) wahr.

In die Pflegeversicherung zahlen Kinderlose bereits jetzt schon einen (Straf-?)Zuschlag von 0,25 Prozentpunkten ein. Viel besser wäre es, alleinerziehende Menschen und Familien finanziell, ideell und gesellschaftspolitisch gestaltend zu fördern, um soziale Diskriminierung, Abstieg, Familien- und Kinderarmut, Krankheit und Ausgrenzung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Das wäre eine christlich-soziale Zielsetzung und Identitätsstiftung.

Mein lieber Spahn, so wird das nichts mit CDU-Parteivorsitz und Bundeskanzleramt.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
LNS

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