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Politik

Ärztemangel bereitet Kurbranche Sorgen

Freitag, 9. November 2018

/dpa

Naumburg – Heilbädern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg fehlen immer häufiger die Badeärzte. „In den Kurorten gehen in den nächsten Jahren viele Kur- und Badeärzte, also Hausärzte mit entsprechender Zusatzausbildung, in den Ruhestand“, sagte der Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes, Karl-Ludwig Resch, heute zum Abschluss des 5. Landesbädertages in Naumburg.

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Bei dem Branchentreff diskutierten Vertreter von 30 Kurorten aus den drei Ländern Wege aus dem Ärztemangel sowie neue Vermarktungskonzepte. Für Hausärzte sei eine Zusatzausbildung derzeit kosten- und zeitintensiv und daher wenig attraktiv, erläuterte Resch. Derzeit würden allerdings die Ausbildungsinhalte reformiert. Badeärzte müssten zudem für privat zahlende Kurortgäste fit gemacht werden.

Etwa 80 bis 90 Prozent der Kurortleistungen werden laut Resch mittlerweile privat genutzt und bezahlt. Badeärzte sollten künftig in Zusammenarbeit mit den Touristikern spezielle Gesundheitsprogramme für diesen Personenkreis entwickeln. Kleine Kurorte mit Badeärztemangel könnten davon profitieren, dass ein Hausarzt jetzt neben seiner Hauptpraxis eine Filiale betreiben darf, sagte der Verbandspräsident. Auch Telemedizin könne nun eingesetzt werden. © dpa/aerzteblatt.de

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fjmvw
am Samstag, 10. November 2018, 12:27

Alles nur hausgemachte Probleme !

Da beklagen Kurorte, dass sie ein Problem mit dem Ärztenachwuchs haben. Für die Kurorte ein echtes Problem, weil ein Kurort ohne Kurarzt irgendwie kein wettbewerbsfähiger Kurort mehr sein dürfte. Die Formulierung „Badeärzte müssten zudem für privat zahlende Kurortgäste fit gemacht werden.“ legt nahe, dass die Badeärzte angestellt sind.

Wie immer wenn es um Ärztemangel geht, handelt es sich um ein hausgemachtes Problem. Sobald es sich für Ärzte lohnt, Bade- oder Kurarzt zu werden, wird es auch genügend Bade- oder Kurärzte geben. Wer einen Mangel an Ärzten beklagt, der hat diesen Mangel selbst mitzuverantworten. Einfach die Ärzte angemessen bezahlen, dann gibt es auch genügend davon.

Wer Ärzte anstellt und dann nur unzureichend bezahlt, der wird sie kaum „für privat zahlende Kurortärzte fit machen“ können. Ich würde es mal mit einer angemessenen Bezahlung probieren, dann klappt es auch mit den anspruchsvollen Kurgästen.
LNS

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