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Politik

Stationäre Krankenhauskosten steigen auf 91,3 Milliarden Euro

Montag, 12. November 2018

/Olena Bloshchynska, stockadobecom

Wiesbaden – Die Kosten für stationäre Krankenhausbehandlungen in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Sie betrugen im Jahr 2017 rund 91,3 Milliar­den Euro. Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden weiter mitteilte, waren das 3,9 Prozent mehr als 2016 (87,8 Milliarden Euro).

Umgerechnet auf rund 19,4 Millionen Patienten, die 2017 vollstationär im Kranken­haus behandelt wurden, lagen die stationären Krankenhauskosten je Fall bei durchschnittlich 4.695 Euro und damit um 4,4 Prozent höher als im Jahr zuvor.

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Mit Blick auf die Bundesländer waren die durchschnittlichen stationären Kosten je Fall in Brandenburg mit 4.235 Euro am niedrigsten und in Hamburg mit 5.408 Euro am höchsten. Auch in Baden-Württemberg, Berlin und Bremen überstiegen die durchschnittlichen Fallkosten erstmals den Betrag von 5.000 Euro.

Zusammen mit den Ausgaben für nichtstationäre Leistungen (zum Beispiel für Ambu­lanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre) in Höhe von 14,5 Milliarden Euro beliefen sich die Gesamtkosten der Krankenhäuser im Jahr 2017 auf 105,7 Milliarden Euro (2016: 101,7 Milliarden Euro). Sie setzten sich im Wesentlichen aus den Personalkosten von 63,8 Milliarden Euro (plus 4,5 Prozent gegenüber 2016) und den Sachkosten von 39,1 Milliarden Euro (plus 3,1 Prozent) zusammen. © kna/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 13. November 2018, 09:56

Vergleich ambulant - stationär!

Nur zum Vergleich de ambulanten vs. stationären Kosten in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) in Deutschland:

Leistungszahlen der ambulanten Versorgung
Sicherstellung – Zur „Woche der ambulanten Versorgung“ veröffentlicht die KBV eine neue Infografik und veranstaltet einen Sicherstellungskongress.
Berlin, 26. Juni 2017 – Eine Milliarde Arztkontakte in 102.000 Praxen gibt es in Deutschland jährlich – zum heutigen Start der „Woche der ambulanten Versorgung“ präsentiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ihre neue Infografik „Leistungskennzahlen der ambulanten Versorgung in Deutschland“. Diese gibt auf einen Blick Antworten auf Fragen wie: Wie viele niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten gibt es hier eigentlich? Wie lange hat deren Ausbildung gedauert?
165.000 niedergelassene Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten sowie 250.000 medizinische Fachangestellte arbeiten in den 102.000 deutschen Arztpraxen und versorgen pro Jahr 553 Millionen Behandlungsfälle. Die Niedergelassenen haben in der Regel eine zwölfjährige Ausbildung durchlaufen und lernen auch im Berufsalltag immer weiter: mindestens 35,7 Stunden pro Jahr müssen sie sich fortbilden. Pro Patient kostet die ambulante Versorgung in der Praxis 475 Euro im Jahr – die stationäre Krankenhausversorgung hingegen kostet pro Patient 4.239 Euro jährlich." http://www.kbv.de/html/2017_29557.php
http://www.kbv.de/media/sp/Leistungskennzahlen_ambulante_Versorgung.pdf

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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