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Neuer Forschungsverbund für personalisierte Immuntherapien bei Krebserkrankungen

Dienstag, 13. November 2018

/Maksym Yemelyanov, stockadobecom

Würzburg – Zielgerichtete personalisierte Immuntherapien gegen Krebserkrankungen voranbringen soll ein Forschungsverbund namens „Quantitative Super-Resolution-Mikroskopie für die personalisierte Immuntherapie maligner Erkrankungen“ (Immunoquant).

Hintergrund des von Würzburg aus koordinierten Vorhabens ist, dass neue Immuntherapien die Aussicht auf vielversprechende personalisierte Krebsimmun­therapien eröffnen. Allerdings sei es für die Therapien entscheidend, dass Ärzte über ein individuelles und quantitatives Antigenprofil der Tumorzellen sowie gesunder Zellen verfügten, hieß es aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbund.

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Die derzeit in den Kliniken etablierten Nachweismethoden wie immunhistochemische Färbereaktionen für Gewebeschnitte solider Tumore und durchflusszytometrische Verfahren zum Nachweis von im Blut zirkulierenden Tumorzellen sind laut den Würzburger Wissenschaftlern in ihrer Empfindlichkeit begrenzt und nicht für eine quantitative Erfassung weniger Antigenmoleküle pro Zelle geeignet. Die Wissen­schaftler setzen daher eine neue Methode mit hoher räumlicher Auflösung zur Detektion selbst einzelner Antigene auf Tumorzellen ein.

Dabei handelt es sich um eine Super-Resolutions-Mikroskopie-Methode namens „dSTORM“, die im Labor von Markus Sauer am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) entwickelte wurde. Die Methode wird derzeit an primären Zellen und Modellsystemen entwickelt, optimiert und in einer klinischen Studie validiert.

Dafür arbeiten die JMU und die Arbeitsgruppen von Harald Wajant und Michael Hudecek an der von Hermann Einsele geführten Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Würzburg zusammen. Industriepartner unterstützen die Arbeit, unter anderem Carl Zeiss Microscopy.

„Der Verbund schafft damit die Grundlagen, um in Zukunft mehr Patienten mit einer gezielten und effizienten, vor allem aber sicheren Tumortherapie zu behandeln und Behandlungskosten zu reduzieren“, hieß es aus dem Konsortium. © hil/aerzteblatt.de

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