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Medizin

Frakturen bei Kindern oft ein Hinweis auf Misshandlung

Mittwoch, 14. November 2018

/nuzza11, stockadobecom

Köln – Körperliche Misshandlungen bleiben bei Kindern zu häufig unentdeckt. Hinweise darauf können atypische Frakturen sein. Worauf Ärzte in diesem Zusammenhang vor allem achten sollten, zeigen Oliver Berthold und Co-Autoren in der aktuellen Ausgabe 46 des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2018, 115: 769-75).

Insbesondere bei Säuglingen haben misshandlungsbedingte Frakturen eine hohe Inzidenz. Bei Kindern unter 6 Monaten sind von 100.000 etwa 57 betroffen. Im Alter von 6 bis 11 Monaten sind es fast 40 von 100.000 Kindern.

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Es sei nicht immer einfach, die Frakturen nach körperlicher Misshandlung von unfallbedingten Frakturen zu unterscheiden, schreiben die Autoren. Nach einer aktuellen Untersuchung waren bei 31 von 551 Kindern über 6 Monaten die Frakturen nachweislich auf Misshandlungen zurückzuführen.

Den erstversorgenden Ärzten kommt den Autoren zufolge bei Misshandlungen eine besondere Verantwortung zu, da diese häufig wiederholt stattfinden und betroffene Kinder oftmals an den Folgen  versterben.

Berthold et al. fordern, dass jeder Arzt, der zumindest gelegentlich Kinder behandelt, die wesentlichen Indikatoren für Frakturen als Folge körperlicher Misshandlung sowie mögliche Beratungs- und Interventions­möglichkeiten kennt. © DT/aerzteblatt.de

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