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Sozioökonomischer Status hat Einfluss auf Kindergesundheit

Mittwoch, 14. November 2018

/dpa

Berlin – Wie Kinder in Deutschland aufwachsen, ist stark von ihren familiären Verhältnissen abhängig. Dies ist eine zentrale Erkenntnis des heute in Berlin vorgestellten neuen Datenreports zur sozialen Lage, den die Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit dem Statistischen Bundesamt und Forschungs­einrichtungen herausgab. Die Zahl der Kinder in Deutschland ging zudem um 14 Prozent in den vergangenen 20 Jahren zurück.

Zwar verbesserte sich beispielsweise die Gesundheitssituation der Kinder hierzulande insgesamt, die soziale Herkunft wirkte sich jedoch erheblich aus, wie die Forscher betonten. So rauchen etwa 30 Prozent der Mütter mit einem niedrigen sozio­ökonomischen Status während der Schwangerschaft, Mütter mit einem hohen sozioökonomischen Status tun das nur zu zwei Prozent. Kinder mit niedrigerem sozioökonomischem Status sind später außerdem unsportlicher, ernähren sich ungesünder und sind öfter psychisch krank.

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Der Datenreport basiert auf amtlichen Statistiken und Ergebnissen der Sozialforschung. Er beleuchtet diverse Aspekte des Zusammenlebens und der Gesellschaft. An ihm sind das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das sozioökonomische Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin beteiligt.

Zuletzt sank die Kinderzahl in Deutschland demnach deutlich. Lebten 2007 noch 15,7 Millionen Minderjährige in Privathaushalten, waren es 2017 rund 13,4 Millionen. Der Anteil der unter 18-Jährigen an der Bevölkerung sank innerhalb dieses Zeitraums damit von 19 auf 16 Prozent.

Trotz guter Wirtschaftslage stagnierte der Anteil armutsgefährdeter Kinder und Jugendlicher. Im vergangenen Jahr zählten im Schnitt 15,2 Prozent aller Minderjährigen zu dieser Kategorie, wie der Report weiter ausführte. Kinder von Alleinerziehenden waren dabei besonders gefährdet.

Der Familienhintergrund hat auch auf die Schulwahl großen Einfluss. Nur sieben Prozent der deutschen Gymnasiasten wuchsen bei Eltern auf, die einen Hauptschul­abschluss haben. Bei 65 Prozent haben die Eltern selbst entweder das Abitur oder die Fachhochschulreife. An Hauptschulen war das Bild andersherum. Mehr als die Hälfte der dortigen Schüler hat Eltern, die selbst zur Hauptschule gingen oder keinen Abschluss haben. © afp/aerzteblatt.de

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