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Politik

FDP will Heilpraktiker langfristig abschaffen

Mittwoch, 14. November 2018

/PhotoSG, stockadobecom

Berlin – Die Arbeitsgruppe (AG) Gesundheit der FDP-Fraktion im Bundestag sieht es „im Sinne der Patientensicherheit“ als geboten an, „die Erlaubnis zur Bezeichnung als ‚Heilpraktiker‘ mittelfristig auslaufen zu lassen“. Das geht aus einem neuen Positions­papier der AG Gesundheit hervor, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt. Für bereits praktizierende Heilpraktiker soll es einen Bestandsschutz geben.

„Durch eine staatliche Erlaubnis, die Bezeichnung ‚Heilpraktiker’ zu führen, wird bei Patienten der Eindruck erweckt, dass der betreffende Behandler tatsächlich des ‚Heilens‘ kundig ist und von der von einem Heilpraktiker vorgenommenen Behandlung tatsächlich ‚Heilung‘ zu erwarten ist“, heißt es als Begründung im Positionspapier.

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Um die entsprechende Erlaubnis zu erhalten, müssten Heilpraktiker aber lediglich eine Prüfung ablegen, die sicherstellen soll, dass von ihren Tätigkeiten keine Gefahren ausgingen. Es sei aber klar, „dass sich der Staat nicht zum Gehilfen für Verbrauchertäuschungen machen darf“. 

Da Heilpraktiker – im Unterschied zu approbierten Ärzten – vor allem in ihrer Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegte Methoden anwendeten, könne es auch ein Handeln ‚lege artis‘ der Logik nach nicht geben, findet die FDP. Mangels wissenschaftlicher Grundlagen der Tätigkeit könne es folglich auch keine fundierte Ausbildung geben.

Das bedeute aber nicht, das es künftig keine alternativ- und komplementärmedizinischen Angebote mehr geben solle. „Es ist aus unserer Sicht entscheidend, dass ausschließlich wissenschaftlich fundiert ausgebildete Ärzte staatlich gelabelt ‚Heilkunde‘ betreiben dürfen“, fordern die FDP-Abgeordneten. 

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hatte vor einigen Tagen Maßnahmen gegen gefährliche Therapien angekündigt – im Fokus stehen dabei Frischzellen­therapien. Außerdem sollen Heilpraktiker Arzneimittel nur noch in Ausnahmefällen selbst herstellen dürfen.

Wie NDR und Süddeutsche Zeitung berichteten, plant das Bundes­gesundheits­ministerium entsprechende gesetzliche Regelungen, die in Kürze als Referenten­entwurf vorliegen sollen. „Patienten müssen sicher sein können, dass ihnen Arzneimittel nicht schaden“, sagte Spahn der Süddeutschen Zeitung.

Der FDP geht das nicht weit genug. „Spahns Vorschlag ist zwar richtig, aber greift viel zu kurz. Frischzellentherapien sind nur die Spitze des Eisbergs. Wenn Spahn behauptet, durch ein Verbot die Patientensicherheit spürbar zu verbessern, ist das Augenwischerei“, sagte die FDP-Abgeordnete und Medizinrechtlerin Katrin Helling-Plahr.

Den Patienten, die Opfer von Diagnosefehlern oder Falschbehandlungen würden oder die mit anderen kuriosen Heilsversprechen gelockt würden, sei damit nicht gedient. „Wenn Spahn Patientensicherheit fördern möchte, soll er sich ehrlich machen und eine grundlegende Reform des Heilpraktikerwesens anstreben“, sagte sie. © hil/may/aerzteblatt.de

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Avatar #794893
Lina Hawk
am Samstag, 26. Oktober 2019, 11:45

Humanistische Psychologie

Bei der Prüfung für den HPPsych geht es vor allem darum, dass der Prüfling Krankheitsbilder erkennen und diese an den richtigen Facharzt verweisen kann. Auch wird der Prüfling gefragt, was er gedenkt, mit dem Titel anzufangen, würde er ihn denn erhalten. Er muss sämtliche Medikamente auswendig lernen, ebenso die ICD10. Im Psychologiestudium muss kein Student an einem Tag all dieses Wissen auf einmal schriftlich abrufen können. Auch ist der Test so trickreich formuliert, dass man in eine Menge Fallen tappen kann, wenn man die Inhalte nicht wirklich durchdrungen hat und unfähig ist, komplex zu denken. Erst wenn man den theoretischen Teil bestanden hat, wird man von Amtsärzten mündlich geprüft. Diese repräsentieren den klinisch psychologischen Berufsstand und kennen sich aus. In der mündlichen Prüfung wird nicht nur geschaut, ob das theoretische Wissen vorhanden ist. Der Mensch wird betrachtet, sein methodisches Know-how und Erfahrung in einer Ausbildung, seine Biografie und seine Motivation.
In meiner Ausbildung habe ich nicht nur von einer Dozentin gehört, dass sie mit Klienten zuerst einmal ihre zuvor gescheiterte Therapie bei einem studierten Fachmann besprechen und monatelang Vertrauensarbeit machen musste, ehe sie überhaupt mit der Arbeit an dem Problem beginnen konnten.
Außerdem fürchten manche Berufsgruppen, ihre zukünftige finanzielle Basis zu gefährden, wenn es eine Akte über sie gibt, die einsehbar ist, z.B. wenn es um den gewünschten Beamtenstatus geht.
Im Allgemeinen habe ich mich auch mit der Frage auseinandergesetzt, in wieweit die finanzielle Abhängigkeit des Therapeuten vom Kassensystem seine Präsenz beeinflusst und somit auch den Raum, den er halten muss.
Eugen Drewermann hat im Rudolf Steiner Haus in Hamburg vor einiger Zeit einen Vortrag gehalten. Der Titel war "vom Krieg zum Frieden" und ist auf YouTube zu sehen. Darin stellt er das Arbeiten von Ärzten mit Hilfe einer Sprache, die ein Gefälle erschafft zwischen Wissendem und Unwissendem, dem Ziel der Eigenverantwortung des Patienten gegenüber. Auch nonverbal nimmt diese Sprache Einfluss auf die Beziehungsarbeit. Er spricht davon, wie das Trennen von Körper und Seele das Arztsein entmenschlichen kann.
Die humanistische Psychologie teilt den ganzheitlichen Ansatz. Seltsam, dass diese Anschaung hier nicht besprochen wird.
Natürlich gibt es psychische Störungsbilder, die eine eigenverantwortliche Erkenntnis des Klienten in akuten Zuständen unmöglich machen. Das sind die I's, die ein Heilpraktiker NICHT behandeln darf und - zumindest ich selbst und die Mitschüler in meiner Schule - überhaupt nicht möchte, weil er selbst die dafür nötige Erfahrung und auch damit verbunden die Sicherheit weder haben noch erwerben kann. Es ist nämlich fast unmöglich, als HPPsych Schülerin überhaupt nur einen Praktikumsplatz in einer Klinik zu bekommen.
Würde ein HPPsych eine Praxis eröffnen und dort jene Störungsbilder behandeln, machte er sich strafbar und gefährdete seine eigene berufliche Existenz.
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
Der HPPsych arbeitet nicht mit schweren Störungsbildern und dient sogar als Vermittler an die richtige Adresse.
Womit wir beim letzten Thema wären: die Wartezeiten in dem kassenfinanzierten System sind unzumutbar. Es gibt viel zu wenige Angebote für Menschen in Not. Viele Leidende könnten sich eine Selbstfinanzierung von Therapie zudem nicht leisten.
Obwohl in der humanistischen Psychologie schon so viel Erkenntnisse und Methoden entwickelt wurden, werden diese in einem Apparat, der lediglich wissenschaftliche Herangehensweisen an psychisches Leiden finanziell - also existenziell - anerkennt, nicht allen Menschen zugänglich gemacht. Die Menschen sind verschieden und haben somit auch andere Schlüssel zu inneren Türen.
Die Heilpraktiker für Psychotherapie, die ich bislang kennenlernen durfte, sind sehr bewusste, zugewandte und kluge Menschen, die Vorsicht walten lassen im Umgang mit Klienten. Diese Demut sah und sehe ich dagegen bei einigen studierten Psychologen, die mir bislang begegneten, nicht immer.
Es gibt in allen Berufen kundige, hochmotiviert, zugewandte, bescheidene aber auch selbstgerechte und bequeme Menschen. Um hier die Qualität zu sichern, reichte eine Prüfung der Abschlusszertifikate nicht aus.
Der HPPsych ergänzt und unterstützt dort, wo das System entweder nicht rechtzeitig oder mit ungeeigneten Methoden stützt.
Der HPPsych gefährdet meiner Meinung nach das Berufsbild und die Existenz von zulässigen Therapeuten nicht.
Ich zum Beispiel möchte lediglich ressourcenstärkend beraten und kunsttherapeutische Methoden und Imaginationen dafür nutzen. Meine Zielgruppe werden Menschen sein, die vorankommen und Verantwortung für sich selbst übernehmen wollen.
Die Ausbildung zur HPPsych ist für mich wichtig, um Personen erkennen zu können, für die mein Angebot kontraindiziert ist. Hätte ich dieses Wissen NICHT, wäre ich viel "gefährlicher" für das Volk.
Was meines Erachtens wirklich gefährdet, ist unser System. Es reicht nicht, Menschen stabil und funktionstüchtig zu machen, es reicht nicht, beim Individuum zu schauen. Das Kollektiv und die finanziellen Grundfesten, auf denen der Mensch seine Bedürfnispyramide aufbauen muss, sind in ein ungesundes Millieu eingetaucht.
Ich finde, die humanistische Sicht sollte in dieser Debatte viel mehr zu Wort kommen.
Avatar #88255
doc.nemo
am Freitag, 5. April 2019, 08:38

@Franziscodegoya

Ihr Arzt musste Sie auch nicht nach Ihrem Blutbild "fragen", denn er hat es selbst gemacht. Und nicht nur ein Mal, sondern vermutlich Dutzende Male, je nach Ausmaß und Dauer der Therapie. Dabei hat er sicherlich auf pseudomedizinische und esoteriknahe "Spezialuntersuchungen" verzichtet, die sich aber in Heilpraktikerkreisen großer Beliebtheit erfreuen. Seien Sie froh, dass Ihr Krebs von richtigen Ärzten behandelt wurde, sonst könnten Sie heute gar keinen Heilpraktiker mehr aufsuchen.
Avatar #763182
Kathmed
am Donnerstag, 4. April 2019, 10:57

Ein Hoch auf die FDP

Ich gebe den Gegner der Schulmedizin in sofern Recht, dass es wie in jeder Berufsgruppe (auch unter den Ärzten) Menschen gibt, die wenig Ahnung von ihrem Beruf haben und nicht richtig diagnostizieren oder behandeln. Keine Frage! Schließlich reden wir auch hier nicht von "Halbgöttern in weiß" (auch wenn manche glauben dies zu sein ;-)), sondern von einem Beruf! Aber Heilpraktiker haben nun wirklich keinen Beruf erlernt mit ihrer nichtvorhandenen Ausbildung (4 Ordner durchlesen und eine kleine Prüfung ablegen hat nix mit Ausbildung zu tun). Dass Menschen heute über 100 Jahre alt werden können ist sicher nicht dem Verdienst der Heilpraktiker zu zu sprechen, sondern ein Erfolg der Wissenschaft (darunter auch die Schulmedizin). Außerdem heißt Schulmedizin nicht, dass hier nicht mit "Hausmitteln" und "naturkundlichen Medikamenten" behandelt wird. Wer keine Ahnung von Chemie, Biochemie und Physiologie hat sollte sich sowieso lieber nicht zu dem Thema äußern. Wenn Schokolade eine Packungsbeilage hätte würde sie auch keiner mehr essen. Den großen Vorteil den Heilpraktiker mitbringen, ist die Zeit die sie sich für ihre Patienten nehmen dürfen!!, der wichtigste Aspekt in der Behandlung eines kranken Menschen, einen Aspekt den die Kassenmedizin völlig untergräbt. Gute Medizin macht man nicht im Schnellverfahren, dazu zwingt die Politik und die Wirtschaft die Ärzte aber förmlich. Wenn die. die zum Heilpraktiker ihr Geld bringen, es bei ihrem Arzt lassen würden, wären sie noch viel besser betreut! Aber es muss ja alles umsonst sein, resp. nicht mehr als den Beitragssatz der KK kosten! Wenn Heilpraktiker so viel besser sind als Ärzte, dann frage ich mich warum bei einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder genereller Lebensgefahr jeder den Rettungsdienst ruft, resp. zum Arzt und nicht zu seinem Heilpraktiker rennt. Also wenn sollte man doch bitte auch konsequent sein und sich auch im Notfall bei seinem Heilpraktiker vorstellen! Dann sind mehr Zeit, Kapazität und finanzielle Mittel für die Patienten da, die auf Wissenschaft und das KnowHow der Ärzte vertrauen!
Avatar #762124
Ohrkerze123
am Sonntag, 24. März 2019, 12:48

Selbstüberschätzung

..bin seit 30Jahren Physiotherapeutin mit unzähligen Weiterbildungen und beruflicher Erfahrung in allen Bereichen vor allem Orthopädie und Neurologie.Ich bin in meiner beruflichen Laufbahn guten Heilpraktikerin (häufig Ärzte mit Zusatzausbildung 👍) aber auch Hausfrauen die auf Alternativ Medizin machen und echt an Selbstüberschätzung leiden..der Mann zahlt damit Frauchen ein Hobby hat! Einer schwer an Parkinson erkrankten Patientin wurden die Medikamente ausgeredet und mit Globolie und viel Wasser trinken sollte ihr geholfen werden..die arme Seele ist elendig verendet..sie konnte nicht einmal mehr reden oder schlucken und das obwohl es mittlerweile sehr gute Medikamente gibt..es ärgert mich auch dass diese Berufsgruppe sich Techniken bevollmächtigt für die es jahrelange Berufserfahrung und know how bedarf..zum Beispiel Tapen..oft werden sie aufgeklebt wie tattoos und dabei sollte ein tape funktionell individuell auf bestimmte Muskelfunktinsstörungen einwirken..dazu bedarf es exakte Kenntnisse in der Anatomie und Analyse der Haltung des Patienten etc. ...wir Physios dürfen auch keine Injektionen verabreichen oder mit Nadeln stechen was meiner Meinung nach auch den Schulmedizinern vorbehalten sein sollte!
Wir haben hochwirksame Techniken wie die Mikropressur ,Akkupressur etc. drauf und Maßen uns auch nicht an psychologische Hilfe anzubieten obwohl man nach so vielen Jahren auch einiges drauf hat.Dazj kommt die Bezahlung die immer noch unterirdisch ist(mittlerweile ist die Physiotherapie ein Studium mit wissenschaftlich belegten Techniken) Mein Fazit,die Ausbildung zum sollte strenger bewertet werden und Berufsanfänger gehören nicht in die Selbsständigkeit sondern sollten erst einige Jahre arbeiten um Erfahrungen zu sammeln...also keine Macht den Ohrkerzen😜
Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 24. Januar 2019, 19:36

LOBBY-ISMUS

Offensichtlich weniger das Werk DER FDP, sondern einiger Ärzte in der FDP. Ich hab einige Freunde, die FDP wählen, die wußten a) nichts von diesem Vorstoß und gehen b) auch zu Heilpraktikern. Die "gefährlichen Therapien" machen die Schulmediziner, nicht die Heilpraktikerschaft. Das ist leicht zu belegen (Weissbuch Patientensicherheit etc. etc). Nur als kleines Bonmont, da man penetrant auf die Krebs-Todesfälle in Brüggen eingeht: "Laut Studie wird der Gesamtbeitrag für alleine angewandte zytotoxische Chemotherapien zur Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Erwachsenen auf 2,3 Prozent in Australien und 2,1 Prozent in den USA geschätzt." Quelle Wikipedia
Avatar #757065
Franziscodegoya
am Mittwoch, 26. Dezember 2018, 13:39

Behandlung

Nach der Krebsdiagnose hat mich nicht der Arzt sondern erst meine Heilpraktikerin nach meinem Blutbild gefragt. Sie fragte mich, wie kann man jemand mit Krebs allumfänglich behandeln ohne sein Blutbild zu kennen. Soviel zum Unterschied zwischen einer Heilpraktiker- und einer "wissenschaftlich fundierten" schulmedizinischen Ausbildung...Warum behandelt denn fast kein Arzt nach alternatvien Methoden, weil sie dazu nicht ausgebildet werden. Chemo u Bestrahlung mehr kennen Ärzte nicht u beides hilft in vielen Fällen nicht. Anstatt sich gegenseitig zum Wohle des Patienten mit seinem Wissen zu ergänzen, will man lieber unliebsame Konkurrenz loswerden u vertraut lieber dem Geldsäckel der Pharmaindustrievertreter, alles ganz wissenschaftlich... und dann wundern sich die Parteien das AfD gewählt wird. Aber auf den Betroffenen hören die etablierten Parteien nicht mehr.
Avatar #757061
WerhatAngstvormHeilpraktiker?
am Mittwoch, 26. Dezember 2018, 11:54

Was bilden sich diese bornierten Ärzte bloß ein?

Ich habe in meiner Heilpraktiker Praxis fast nur mit krank und kaputt therapierten Menschen zu tun, die, weil sie Kassenpatienten sind, erst einmal das gemacht haben, was sie als Patient gratis bekommen, nämlich eine schulmedizinische Behandlung.
Avatar #756253
Jana Kipping
am Samstag, 1. Dezember 2018, 17:22

Unfassbar

Meine Heilpraktikerin ist die beste und gründlichste Ärtzin, die ich je kennen gelernt habe. Ohne Sie wäre ich bei mindestens 8 Tabletten pro Tag und würde trotzdem mit ständigen Schmerzen leben müssen. Sie forscht immer nach der Ursache und betrachtet stets alle Zusammenhänge und Wirkungen. Dauerhafte Physiotherapie bleibt mir, Dank ihr, erspart. Bakterien, selbst Lungenentzündungen werden in kürzester Zeit stets erfolgreich, ohne ständige Antibiotika behandelt. Keuchhusten in einem Monat dauerhaft beseitigt, Dank ihr, kein Problem. Chronische Trigeminus,- und andere dauerhafte Beschwerden, Dank ihr, kein Problem. Nur durch Sie bin ich heute komplett beschwerdefrei. Titanallergie aufgrund von Implantaten? Dank Ihr, kein Problem. Viren werden erfolgreich ausgeleitet. Die Schulmedizin konnte mir überhaupt nicht helfen. Antibiotika wirken schon nicht mehr. All meine homöophatischen Mittel zahlt die Beihilfe nicht mehr. Die Aufwendungen für Heilpraktiker werden immer mehr erheblich gekürzt. Immer mehr Menschen sterben an resistenten Keimen. Frau Merkel setzt sich jedoch für die Erforschung neuer Antibiotika ein. Herr Spahn will die Heilpraktiker abschaffen. Das wird ja immer schöner. Erschreckend, mit welcher Ignoranz und Dummheit ich mich hier befassen muss.
Liebe FDP, ein Grund mehr, Sie nicht zu wählen.
Avatar #755575
HP_Rick
am Sonntag, 18. November 2018, 16:19

Patientensicherheit?

Pflegepersonal tötet über Jahre dutzendfach Patienten aus niederen Beweggründen. Der AOK-Klinikreport 2014 spricht von 19.000 vermeidbaren Todesfällen durch Behandlungsfehlern in deutschen Kliniken. Schaffen wir jetzt Pflegepersonal und Ärzte ab? Wie viele tatsächlich dokumentierte und nachprüfbare Fälle von schweren Behandlungsfehlern durch HP gab es in 2018? Spahn und Helling-Plahr sind hier eindeutig gesteuert durch Lobbyismus. Die stetige Polemik unserer Politiker nervt. Es geht hier in Wahrheit um GELD und nicht um den Patienten. Je mehr HP-Leistungen nachgefragt werden, desto mehr engagieren sich die Mediziner und Pharmaindustrie über ihre Lobbyisten. Und das zum größten Teil auf unsachliche und manchmal recht niveaulose Art. Peinlich, wie sich Politiker hier vor den Karren spannen lassen.
Avatar #49132
Geue
am Samstag, 17. November 2018, 18:37

Verschreibungen?

Hallo Heike,
das stimmt m.E. so nicht: "wobei wir Heilpraktiker noch dazu die Pathologie beherrschen müssen inkl Medikation, obwohl wir überhaupt keine Medikamente verschreiben dürfen."
Natürlich dürfen Voll-Heilpraktiker Med. verschreiben (nur nicht die Psychotherapie-HP's), halt keine VERSCHREIBUNGSPFLICHTIGEN Präparate (Antibiotika & Co.).
Somit: ???

Besten Gruss u. viel Glück bei den Prüfungen.
Avatar #755523
Tom D
am Samstag, 17. November 2018, 16:34

Nix anderes zu tun?

Liebe FDP,
meine Heilpraktikerin ist der einzige Mensch der meine Beschwerden anerkennt und die Ursache durch ein akkreditiertes Labor nachgewiesen hat. Sie ist die einzige die mir geholfen und dafür gesorgt hat, dass es mir nachhaltig besser geht. Und ja liebe Schulmediziner es hat ohne Tabletten geklappt. Laut Schulmedizin war ich übriges nie Krank. Wir brauchen auch diese Art von Medizin auch wenn es manche nicht wahr haben wollen. Viele HP's haben mehr Ausbildungen hinter sich als nur den HP selbst (Osteopathen, Ernährungswissenschaftler usw.). Und wenn es da Missstände geben sollte, dann überlegt Euch lieber, was man tun kann um den Ruf der HP's weiter zu verbessern.
Achja, versucht lieber herauszufinden wo unsere Krankenkassenbeiträge landen. Schützt den Standart unserer Krankenhäuser. Schützt uns vor unnötigen OP's. Schützt die Ärzte und Krankenschwestern. Schützt uns vor negativen Pharmalobbyimus. Ist das nicht Eure Aufgabe?
Avatar #755509
Heike HP
am Samstag, 17. November 2018, 11:10

Weiß die FDP wovon sie spricht?

Guten Tag,
Mein Name ist Heike Geißler. Ich bin seit 2 Jahren in der Ausbildung zur Heilpraktikerin und in der Fachausbildung zur Osteopathin. Ich befinde mich momentan in der Vorbereitung für die Heilpraktiker-Prüfung. Wie vollkommen richtig in einem Kommentar geschrieben wurde, ist diese Prüfung mit dem Physikum vergleichbar, wobei wir Heilpraktiker noch dazu die Pathologie beherrschen müssen inkl Medikation, obwohl wir überhaupt keine Medikamente verschreiben dürfen. Außerdem werden wir geprüft in Bereichen wie Pediatrie, Gynäkologie, Erste Hilfe, ärztliche Untersuchungsmethoden, Psychologie etc. Dass wir das infektionsschutzgesetz auswendig können müssen ist selbstredend.
Ich werde als Osteopathin nur meine osteopathischen behandlungstechniken anwenden. Wenn mich die FDP vorher nicht abgeschafft hat. Ich frag mich einfach, ob sich die Damen und Herren dieser Partei und auch andere, die Heilpraktiker/innen abschaffen wollen, wirklich mal mit diesem Thema beschäftigt haben? Ich finde es sehr gut, dass ich durch die sehr schwer zu bestehende Prüfung beim Gesundheitsamt gezwungen werde, soviel zu lernen. Denn es befähigt mich dazu, Erkrankungen meiner zukünftigen Patienten zu erkennen. In der Osteopathie, aber auch in allen anderen Alternativen Heilmethoden ist es das Allerwichtigste erst mal zu erkennen, woran der Patient leidet. Erst dann kann ich entscheiden, ob dieser Patient in meiner Praxis überhaupt richtig ist. Ich bin mir der immensen Verantwortung bewusst, die ich übernehme, wenn sich ein Patient mit seinem Leiden an mich wenden wird.

Ich bin sehr stolz darauf so viel zu lernen und jeden Tag mehr zu verstehen und zu wissen. Meine Tochter ist im 2. Semester ihres Medizinstudiums und wir lernen zum großen Teil mit den gleichen Büchern.
Ich verstehe nicht, warum man mich „abschaffen“ will. Wenn jemand eine Frage zur Ausbildung und Prüfung des Heilpraktikers hat, kann er/sie mich gerne anschreiben oder anrufen.... so lange es mich noch gibt ;-)
Heike Geißler, Tel. 06223-864842
Avatar #49132
Geue
am Samstag, 17. November 2018, 09:56

Nachweislich?

Nachweislich liegt Practicus wieder mal falsch. Ein "Prüfungstourismus" entfällt logischerweise, da die Standardfragen bei der HP-Prüfung nichts mit den Prüfern zu tun haben (Multiple Choice). Zudem sind die schriftlichen Prüfungsfragen bundesweit einheitlich, also warum in der Gegend herumfahren? Der "Tourismus" würde auch nicht so einfach klappen, denn man braucht einen Wohnsitz im "Sprengel" des Gesundheitsamtes. Man kann also nicht einfach nach Hamburg fahren u. sich zur Prüfung anmelden.

Die HP-Amtsarztprüfung selbst ist nicht so easy, ca 80-90% fallen durch wenn ich recht informiert bin. Ich zitiere eine befreundete Ärztin: "Ich würde das jetzt nicht mehr bestehen, entspricht in etwa dem Physicum". Wer 2x durchgefallen ist gibt auf, denn das kostet (Prüfungsgebühren etc.).
Zur HP-Psychotherapie: Ei freilich ist ein Psychologiestudium länger, befähigt jedoch nicht zur PSYCHOTHERAPIE. Diese Ausbildungen werden zumeist ANSCHLIESSEND privat finanziert u. gemacht oder nicht gemacht, je nachdem wo man als Psychologe arbeiten will. Beim Psycho-HP ist es entsprechend, das kann Jahre dauern u. gutes Geld kosten.
Dass es im HP-Bereich einige zweifelhafte Mess- und Therapiemethoden gibt steht ausser Frage. Die Mehrzahl der Heilpraktiker machen die nicht, im Vordergrund stehen genau die Therapiemethoden, die die Ärzte Jahrzehntelang kritisiert u. dann selbst gelernt u. jetzt anbieten (Akupunktur, physiotherapeutische Techniken, Homöopathie, Phytotherapie, Orthomolekulare Medizin). Im ärztlichen Bereich ist es nicht viel anders, man beachte die Dauerdiskussionen um PSA-Labor u. div. kritisierte u. als unnötig bewertete IGEL-Leistungen, unnötige u. schädliche Vorsorgeuntersuchungen, übertriebene Antibiotikagaben, unnötige Operationen etc. etc.
Fazit: Es gibt gute u. schlechte Heilpraktiker und gute u. schlechte Ärzte. Ein schlechter Heilpraktiker kann i.d.R. nicht allzu viel Mist bauen, da er keine nebenwirkungsreichen Medikamente verschreibt u. nicht operiert. Ein schlechter Arzt jedoch....
Nur ein Mini-Beispiel: Gyrasehemmer sind zwar seit Jahzehnten in der Kritik wurden u. werden jedoch immer noch - trotz Verfügbarkeit von Alternativen - eingesetzt: https://www.ptaheute.de/news/artikel/tagesthemen-warnen-vor-ciprofloxacin/
Schulmedizin würde ich nicht "verteufeln", sie hat durchaus ihre Berechtigung u. ihre Stärken, sondern einfach kritisch u. differenziert sehen. Genau so wie Methoden von Heilpraktikern.
Und - über die wenigen hier lesenden u. schreibenden Heilpraktiker sollte man sich freuen. Immerhin lesen u. informieren sie sich im ÄRZTEBLATT viel über Schulmedizin, Studienergebnisse und wissenschaftliche Erkenntnisse. Ist doch besser als wenn sie irgendwelche halbseidenen Eso-Blätter als Info-Quelle nutzen :-).
Avatar #79783
Practicus
am Samstag, 17. November 2018, 00:22

Nachweislich

ÜBERSCHÄTZEN HeilpraktikerInnen die Wirksamkeit der von ihnen angewendeten Diagnose- und Behandlungsmethoden und damit ihre Fähigkeiten, und nachweislich UNTERSCHÄTZEN sie die Wirksamkeit der verteufelten Schukmedizin. Sie wissen einfach nichts darüber - die "Ausbildung" von HP ist medizinisch rudimentär bis zweifelhaft und soll erstmal ja nur die erfolgreiche Überprüfung am Gesundheitsamt gewährleisten.
Ein universitäres Examen kann nur einmal wiederholt werden (auch die Zwischenprüfungen), während die Zahl der Versuche bei HP unbegrenzt ist, limitiert nur durch die Zahl der Prüfungstermine und die Kosten der Gebühren und der Anreise.
Es gibt einen regelrechten "Prüfungstourismus" zu Gesundheitsämtern mit bekannt großzügigen Prüfern.
Erschreckend ist für mich der "Heilpraktiker, beschränkt auf Psychotherapie": Einst geschaffen, um diplomierten psychologischen Psychotherapeuten die selbständige therapeutische Tätigkeit zu ermöglichen, erlaubt er heute in Fernkursen "ausgebildeten" Aspiranten, hilfesuchende kranke Menschen zu "therapieren", ohne jemals einen echten Patienten gesehen zu haben!
Um als Allgemeinarzt tatsächliche "Psychotherapie" anbieten zu dürfen, musste ich nach Studium, Weiterbildung und 5 Jahren selbständiger ärztlicher Tätigkeit 3 Jahre Zusatzweiterbildung mit fünf abgeschlossenen supervidierten Therapie nachweisen und eine Fachprüfung bestehen...
Wer sich zum Heilen berufen fühlt, kann ja ein Medizin- oder Psychologiestudium absolvieren und eine entsprechende Ausbildung zu machen. Das sollte die Mindestanforderung für JEDEN sein, der an der Gesundheit anderer tätig sein will.
Die "Abkürzung" per HP-Schein zum "Arzt light" gaukelt den Patienten vor, der Mensch, der ihnen da für viel Geld geduldig zuhört, in die Iris schaut, ihre Aura fotografiert, mit elektronischen Wunderapparaten Arzneien testet und ihnen ewige Gesundheit verspricht, sei in irgendeiner Weise "qualifiziert"!
Avatar #755495
kapka
am Freitag, 16. November 2018, 22:03

Wie immer der übliche Unfug über HP

@ Geue
Stimme jedem Wort zu!

@Practicus
Nichtssagendes BlaBla. Typisch für die Vertreter des HP-Bashings, wenn sie keine wirklichen Argumente haben. Naja, kennen wir alles schon. Doof nur - für Sie - dass allein schon derart viele Politiker zum HP gehen, dass es (Gott sei Dank) eine solche Abschaffung nie geben wird.
Avatar #49132
Geue
am Donnerstag, 15. November 2018, 23:49

BEFINDLICHKEITSSTÖRUNGEN

BEFINDLICHKEITSSTÖRUNGEN
Man merkt, dass St. Rex vom Heilpraktiker-Beruf keine Ahnung hat. Aber er redet mit. Darf er, wir haben ja Meinungsfreiheit. Er schreibt z.B., dass der Heilpraktiker hauptsächlich Befindlichkeitsstörungen behandeln würde. Die Kritik am Heilpraktiker entzündet sich jedoch daran, dass man die Patienten vor den Heilpraktikern SCHÜTZEN MÜSSE (das vorgeschobene Argument des Patientenschutzes). Also was soll dann dieses Standardargument, wenn - wie S.REX ausführt - der Heilpraktiker eh nichts falsch machen kann. Amüsant, diese logischen Brüche.
Der Patient hat jedoch bereits entschieden u. will zum Heilpraktiker, aber einige Supergescheite wissen halt besser was für ihn das Richtige ist.
Wie gesagt, umgekehrt wird ein Schuh daraus, der Patient rennt ZUERST zum Schulmediziner, weil es dort nichts kostet. Schließlich ist er ja in einer gesetzlichen Krankenkasse, die bezahlt, auch wenn die Therapie jahrelang nichts bringt. Wenn das nicht hilft, geht er in seiner Not dann zum Heilpraktiker, der soll es dann richten. Wenn es nach einigen wenigen Sitzungen nicht hilft, dann ist der Patient weg. So schauts aus.
Auch deshalb landen die chronisch Kranken oft beim Heilpraktiker, dem soll noch etwas einfallen. Insofern ergänzen sich die Berufsstände ganz gut, die Notfallmedizin ist z.B. beileibe keine Domäne des Naturheilkundlers. Bei den chronischen Erkrankungen punktet er recht gut u. das sogar nach Studienlage:
https://www.praxiskuepper.de/content/homoeopathie/belege-der-wirksamkeit-der-homoeopathie/
Avatar #79783
Practicus
am Donnerstag, 15. November 2018, 22:55

#Geue

Wo keine Kunst, da kein Fehler- so einfach ist das... Die meisten "Behandlungsfehler" sind sogenannte Aufklärungsfehler! "Hätte ich gewusst, dass auch einer richtig durchgeführte Behandlung manchmal Komplikationen macht, hätte ich mich nicht behandeln lassen...."
Heilpraktiker können sich darauf berufen, solche Komplikationen nicht kennen zu müssen. Außerdem weiß jeder, dass der Heilpraktiker kein Arzt ist und er deshalb auf irgendeine "Gewährleistung" nicht hoffen kann. Die "Berufshaftpflicht" eines Helpraktikers muss ja höchstens mal die abhanden gekommene Garderobe ersetzen, sonst gibt es da nicht viel "Haftung".
Avatar #49132
Geue
am Donnerstag, 15. November 2018, 14:58

Fürwahr eine liberale Position...

Ade FDP, du hast deinen Markenkern verraten. Oberguru Lindner wettert immer gegen die GRÜNEN, dass sie die staatlichen Eingriffe zu sehr favorisieren würden. Und was treibt der gesundheitspolitische Flügel der FDP? Law & Order á la CSU in Bayern ist freiheitlich dagegen. Das waren noch Zeiten, als Baum und Schnarre in der FDP das Sagen hatten. Vergangen, vergessen, vorbei.
Inhaltlich ist die FDP-Position auch daneben: Wie viele Tote gibt es durch Heilpraktiker und wie viel durch ärztliches Handeln pro Jahr? Man bemühe sich nur das Weißbuch Patientensicherheit von 2018 zu lesen, da steht u.a.: 20.000 vermeidbare (!) Todesfälle pro Jahr allein im Krankenhausbereich etc. etc.
Fordert da jemand die Abschaffung des Arzt-Berufes?
Unlängst in der Presse 2 Fälle von Killer-Krankenpflegern, die über 100 Morde auf dem Gewissen haben; fordert da jemand die Abschaffung des Krankenpfleger-Berufs?
So viel ich weiß sind die Berufshaftpflicht-Beiträge der Heilpraktiker so niedrig, weil kaum etwas passiert und kaum Behandlungsfehler-oder sonstige Klagen kommen.
128.000 Patienten gehen täglich zum Heilpraktiker, sind die alle doof? Die werden wenig begeistert von der FDP sein...

Link dazu: https://www.heilpraktiker-fakten.de/2017/11/28/128-000-patienten-gehen-jeden-tag-zum-heilpraktiker/
Avatar #755400
alexweho
am Donnerstag, 15. November 2018, 14:29

... und was hat diese Expertise gekostet

So eine flache Diskussion bringt doch niemand weiter, weder den Geldgeber noch die sogenannte Politik
Avatar #755385
engeltina
am Donnerstag, 15. November 2018, 10:49

....

Der Herr Spahn.... Welches Wissen hat dieser Mann den auf sein Fachgebiet? Wieso verschärfen? Wieso ist der Begriff Heilpraktiker eine Täuschung? Weil das Wort Heilen drin vorkommt.... Ohmann man kann auch alles verkausalisieren. Dann bleiben wir bei Naturheilkunde. Leider dürfen wir hier in Deutschland keine Medizin selber herstellen. Könnte ja helfen *IronieOff*. Ich bin auch der Meinung, daß der Beruf "Arzt" auch geprüft und verschärft werden sollte. Viele haben doch vergessen, was dieser Beruf ist. Alle stehen unter Druck und werden vertraglich durch Krankenkassen und der Pharma dustrie erpresst. Die Pharmaindustrie macht Menschen nicht gesund. Und die künstlich hergestellte Medizin beruft sich nun einmal aus der Natur. Indigene Völker leben wesentlich gesünder wie wir und nehmen alles was ihnen die Natur bietet. Die haben keine Volkskrankheiten. Ärzte haben vergessen das ihr Beruf noch nicht so lange exestiert. Da waren die Herrschaften im alten Orient uns "zivilisierten" Europäer weit voraus. Und nur durch bahnbrechende neugierige Mediziner, die sich beschäftigt haben, wo die Ursachen bestimmter Erkrankungen herkommen, können sich Ärzte heute ausruhen und lieber Tabletten verschreiben. Hildegard von Bingen ist Revolutionär auf dem Gebiet der Naturheilkunde. Vieles davon ist heute noch aktuell. Die heutigen Mediziner sollten sich mal viel lieber mit der Thematik der Naturheilkunde befassen, bevor man Äußerungen ablässt, Das Ärzte bessere Mediziner sind oder eher heilen können. Was ja in der Definition auch falsch ist. Und ja der Heilpraktiker wird durch EU gefördert und kann bis zu 16.000 Euro kosten. 2 Jahre Schule und dann macht man vor einem Ärzteausschuss eine Prüfung. Damit ist man aber nicht fertig. Man muss den Heilpraktiker stets erweitern und befüllen, um sein Tätigkeitsgebiet zu erweitern und mit Wissen zu befüllen. Würden Ärzte sich mit Heilpraktikern zusammen setzen und vielleicht gemeinsam über Krankheiten und des Heilens austauschen, könnten beide Berufsgruppen davon profitieren. Was sollte daran falsch sein? Die Schulmedizin macht heute gravierende Fehler und das muss geändert werden. Und das hat nichts mit Fachkräfte Mangel oder zu wenig Personal zu tun. Nach der Approbation, passiert nur noch wenig in der Schulmedizin. Dann arbeitet der Arzt vielleicht 40/45 Jahre in eigener Praxis und muss nichts mehr tun und ruht sich auf seine Ausbildung aus. Ab und an nimmt man dann an einem Seminar oder Kongress teil und das Wars. Das ist BEDENKLICH!!
Avatar #755384
Jürgen Wiering
am Donnerstag, 15. November 2018, 10:32

Fakten gegen Stimmungsmache

Was für ein Unsinn! Statt Klientelpolitik zu betreiben, sollte sich die FDP lieber um die wirklichen Probleme im Gesundheitswesen kümmern. Wie viele Schadensfälle gehen denn tatsächlich von Heilpraktikern aus? Die Daten der Versicherer und die Haftpflichtprämien sprechen da eine deutliche Sprache. Und zum Patientenschutz: Bereits heute dürfen HP (wie auch Ärzte) nur Therapien ausüben, für die sie ausreichend qualifiziert sind. In komplementärmedizinischen Therapien sind viele Heilpraktiker besser ausgebildet als so mancher Arzt. Übrigens: Kein Heilpraktiker darf selbst Arzneien nach dem Arzneimittelrecht herstellen - so wie auch Ärzte. Dass Heilpraktiker einen wesentlichen Beitrag leisten, um eine überlastete und falsch gesteuerte Versorgung zu leisten, wird gänzlich verschwiegen. Nochmals zum Mitschreiben: HP unterliegen den gleichen Sorgfaltspflichten wie Ärzte. Statt zwei wichtige Berufsstände in der breiten Patientenversorgung gegeneinander auszuspielen, sollte lieber daran gearbeitet werden, zum Wohle der Patienten zu kooperieren. Die tägliche Praxis ist da schon wesentlich weiter als Politik und Standesorganisationen!
LNS

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