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Politik

Bundeskabinett verabschiedet Strategie zur Künstlichen Intelligenz

Donnerstag, 15. November 2018

Weltkugel mit Symbolen zur Digistalisierung un KI /pixtumz88, stockadobecom
/pixtumz88, stockadobecom

Berlin – Heute präsentierte die Bundesregierung ihre Strategie zur Künstlichen Intelligenz. Sie wurde auf Grundlage von Eckpunkten erstellt, die das Kabinett am 18. Juli 2018 beschlossen hatte. Auch der Gesundheitssektor wurde dabei bedacht. Vergleichbare Strategien haben die meisten anderen Länder in Europa bereits vorgelegt.

Bis 2025 will der Bund insgesamt etwa drei Milliarden Euro für die Umsetzung der Strategie zur Verfügung stellen. Das Geld soll vor allem in die Forschung fließen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass private Investitionen in gleicher Höhe hinzukämen, so dass bis 2025 insgesamt sechs Milliarden Euro zusätzlich investiert würden.

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„Wir werden Forschungscluster bilden und vernetzen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Dieses Netzwerk werde sich gemeinsam mit Frankreich den Auswir­kungen Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt, im Bereich Datenschutz und Datenverfügbarkeit widmen.

Ziele für das Gesundheitswesen

Die KI-Strategie beschreibt zentrale Ziele der Bundesregierung und benennt dabei 12 Handlungsfelder. Eines davon lautet, die Forschung zu stärken. Eine zentrale Herausforderung sei dabei die umfassende Zusammenführung und Interoperabilität von Gesundheitsdaten aus Versorgung und Forschung, heißt es im Strategiepapier.

Konkreter: Es sollen beispielsweise bilaterale KI-Cluster mit einem Anwendungsfokus auf bestimmte Branchen zum Beispiel Gesundheit, Umwelt, Robotik, oder Mobilität, realisiert werden.

Potenziale sieht die Bundesregierung bei personenbezogenen Daten – zum Beispiel, um individuelle Gesundheitsrisiken zu identifizieren. Im Interesse der Patienten müsse es gelingen, Daten aus Versorgungs- und Abrechnungsprozessen datenschutz­konformkonsequenter und in für lernende Systeme geeigneten Formaten zu erschließen.

„Daten verfügbar machen“ und deren „Nutzung erleichtern“ lautet daher ein weiteres der 12 Handlungsfelder. Dabei solle auch erforscht werden, mit welchen rechtskon­formen Pseudonymisierungs- oder Anonymisierungsverfahren und wie weit Daten der öffentlichen Hand und der Wissenschaft geöffnet werden könnten. „Die Rede ist von einem Kulturwandel bei der Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und IT-Berufen“.

Berlin könnte dabei eine besondere Rolle zukommen. Wie der Tagesspiegel heute berichtete will Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) in der Hauptstadt und Umgebung ab 2020 den Einsatz ausgewählter digitaler Anwendungen in der Praxis testen – bevor sie in ganz Deutschland zur Anwendung kommen sollen. Die Pläne dafür soll Spahn bei der Digitalisierungsklausur des Kabinetts in Potsdam diese Woche vorgelegt haben. © gie/aerzteblatt.de

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