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Medizin

Hormonelle Kontrazeptiva: Fachinformationen warnen jetzt auch vor Suizidalität

Freitag, 16. November 2018

/Sven Bhren, stock.adobe.com

Bonn – Die Fachinformationen von hormonellen Kontrazeptiva müssen künftig neben Depressionen auch auf eine mögliche Suizidalität hinweisen. Die Arzneimittelbehörden ziehen damit Konsequenzen aus den Ergebnissen einer im letzten Jahr im American Journal of Psychiatry (2017; doi: 10.1176/appi.ajp.2017.17060616) veröffentlichten Kohortenstudie.

Die in Dänemark durchgeführte Studie hatte ergeben, dass der Beginn einer hormo­nellen Kontrazeption nicht nur Depressionen auslösen kann, wie bereits bekannt ist. Auch das Risiko auf einen Selbstmordversuch war 2-fach und das Risiko auf einen Suizid sogar 3-fach erhöht.

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Betroffen waren nicht nur Anwenderinnen der „Antibabypille“. Auch  Frauen, die einen Vaginalring oder ein Kontrazeptivpflaster verwenden, sind gefährdet.

Auch die Gebrauchsinformationen müssen künftig auf das Risiko hinweisen. Die Frauen werden gebeten, sich im Fall von Stimmungsschwankungen oder depressiven Symptomen so rasch wie möglich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen.

Eine Kohortenstudie kann eine Kausalität zwar nicht beweisen. Es gilt aber als erwiesen, dass Östrogene und Gestagene das Gemüt beeinflussen. Frühere Studien hatten gezeigt, dass junge Frauen, die eine hormonelle Kontrazeption durchführen, häufiger Antidepressiva verschrieben bekommen. Sie werden auch häufiger in psychiatrischen Kliniken wegen einer Depression behandelt. © rme/aerzteblatt.de

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Biochemie
am Sonntag, 18. November 2018, 12:40

Hormone und ihre Wirkung auf den Menschen

Die Wirkung von Hormonen, die in die Entwicklung eines Säuglings eingreifen, ist bei vielen Frauen unterschiedlich.
Einen Zusammenhang der sich nur auf die Hormone bezieht halte ich für nicht ausreichend, es ist aber erst mal ein Anfang einer Erklärung der Entwicklung von Gedanken und Gefühlen sein Leben als nicht mehr Lebenswert zu empfinden.

Ich kann aus eigener Erfahrung Berichtet von Hormonen der Schilddrüse T4 T3 das diese Einfluss auf die Stimmung haben können und zu erhöhten Selbstmordgedanken führen. Durch das Absetzen der Hormone ändert sich die Stimmung. Es gibt aber keine genauen Zeitraum der sich wiederholt, wann die Gedanken und Gefühle auftreten. Auch das einstellen der Dosis der Hormone führte zu der Entwicklung.

Das wichtigste ist erst mal ein Bewusst sein für das eigen denken und fühlen zu entwickeln. Ich kann bei Schilddrüsen Hormonen circa alle 2 Wochen für 2-3 Tage die Tabletten ausfallen lassen und eine Änderung feststellen. Es ist jetzt über 2 Jahre Dokumentiert.
Es liegt aber nicht alleine an den Tabletten sondern die Biografie, Ernährung, Sommer-Winter (Funktion der Enzyme bei Wärme), Auslöser in der Gegenwart die eine Verbindung in die Vergangenheit haben, andere Erkrankungen, Luft, Beziehungen, usw. haben mit ihre Wirkung.

Es hilft nichts die betroffenen Personen müssen daran Arbeiten und das kostet viel Kraft und Zeit während die nicht betroffenen Personen ihre Ziele verfolgen können.








LNS

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