NewsÄrzteschaftBündnis Junger Ärzte unterstützt Aufruf für neues Arztbild
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Bündnis Junger Ärzte unterstützt Aufruf für neues Arztbild

Montag, 19. November 2018

/Rido, stockadobecom

Berlin – Ein Wandel im ärztlichen Berufsalltag und ein neues Arztbild fordert das Bündnis Junge Ärzte (BJÄ) – ein fachgebietsübergreifender Zusammenschluss von Nachwuchsmedizinern aus aktuell 22 Verbänden. Die Nachwuchsärzte verschiedener Fachgebiete verlangen unter anderem mehr Zeit für die Patienten-Arzt-Beziehung und weniger Öko­nomi­sierung in der Medizin.

Das Bündnis stellt sich damit hinter eine kürzlich veröffentlichte Bestandsaufnahme zur Arbeits- und Lebenswirklichkeit junger Ärzte im Deutschen Ärzteblatt. „Die Zahl der Ärzte in Elternzeit steigt, aber innovative Arbeitszeitmodelle und flexible Kinderbetreuungsangebote sind weiterhin rar“, kritisierte Mira Faßbach, Sprecherin des BJÄ.

Anzeige

Ein besonderes Problem sei die Weiterbildung bei immer knapper werdenden Zeitressourcen in der Klinik: „Aufgrund des ökonomischen Druckes leidet darunter am allermeisten der Grundpfeiler einer qualitativ hochwertigen Versorgung, die zeitaufwendige Weiterbildung der Ärzte. Dies wird sich in den nächsten zehn bis 20 Jahren in einem drastischen Qualitätsrückgang der medizinischen Versorgung der Bevölkerung bemerkbar machen“, warnt das Bündnis in einem Positionspapier zur Arbeitsverdichtung im deutschen Gesundheitssystem.

Das BJÄ unterstützt den Aufruf für ein neues Arztbild, den junge Ärzte verschiedener Organisationen im Deutschen Ärzteblatt Anfang November veröffentlicht haben. „Wir sind keine ‚Generation Spaß‘, sondern sehen unseren ärztlichen Beruf als Berufung. Wir sind hoch motiviert, uns für die beste ärztliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten einzusetzen. Aber wir sind nicht länger gewillt, dies auf Kosten unserer Gesundheit oder unserer Familien zu leisten“, heißt es darin.

Schreiben Sie uns!

Was meinen Sie als junge Ärztin oder junger Arzt? Wie sollte das künftige Arztbild aussehen? Wenn Sie sich selbst zu einer älteren Generation zählen: Wie bewerten Sie die Diskussion? Schreiben Sie uns unter arztbild@aerzteblatt.de

„Wir lehnen den Beziehungsverlust ab, der durch zeitliche Vorgaben und Fließbandmedizin entsteht“, fahren die Autoren in dem Aufruf fort.

Die Kommerzialisierung des Gesund­heits­wesens müsse begrenzt werden. Eine ausreichende Kommunikation sei nicht nur ethisch geboten, sondern im Rahmen der partizipativen Entschei­dungs­findung und der Wahrung von Patientenrechten zwingend erforderlich.

„Unsere Generation steht nicht nur für die Vereinbarkeit von Arbeit und Lebens­gestaltung, sondern auch für eine patientenzentrierte Medizin auf Augenhöhe“, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

2. Dezember 2019
Berlin – Beim Einstieg in die ärztliche Tätigkeit und zu allen Fragen der Weiterbildung werden angehende Ärzte intensiv von ihren Lan­des­ärz­te­kam­mern unterstützt. Darauf hat Eileen Siewert vom Dezernat
Ärztekammern Ansprechpartner für Medizinstudierende
15. November 2019
Berlin – Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Berufsgruppen in der medizinischen Versorgung ist ein wesentlicher Faktor für den Behandlungserfolg. Darauf haben Assistenzärzte und Medizinstudierende
Interprofessionelle Kommunikation will gelernt sein
11. November 2019
Berlin – Ein steigender ökonomischer Druck erschwert es Ärzten zunehmend, freie Entscheidungen zu treffen. Darin waren sich Ärzte verschiedener Generationen einig, wie eine Debatte der
Generationendialog: Gemeinsam gegen die Kommerzialisierung
23. Mai 2019
Berlin – Employer Branding, Medienkooperationen, Sexyness und digital dating – solche Begriffe fielen unter anderen im Rahmen des Vortrages „Krankenhäusern online ein Gesicht geben“ auf dem
Als Arbeitgeber online präsent und attraktiv sein
8. April 2019
Berlin – Die ambulante Versorgung in Deutschland wird sich verändern. Darin waren sich die Experten auf einer Podiumsdiskussion einig, die im Rahmen des fünften Fachärztetags des Spitzenverbands
Politiker diskutieren über die ambulante Versorgung der Zukunft
5. April 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich erneut zur Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitssystem und zur Freiberuflichkeit der Ärzteschaft bekannt. „Ich weiß, dass das große
Bekenntnis zur Freiberuflichkeit der Ärzte
1. April 2019
Berlin – Flächendeckende Programme zur Förderung und Erhaltung der mentalen Gesundheit aller im Gesundheitswesen Beschäftigten fordern die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER