NewsÄrzteschaftInternisten für Ausbau der Weiterbildungs­förderung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Internisten für Ausbau der Weiterbildungs­förderung

Mittwoch, 21. November 2018

/Ronald Rampsch, stockadobecom

Wiesbaden – Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hat die Politik dazu aufgerufen, die bestehenden Födermöglichkeiten der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin auf alle in der Allgemeinmedizin tätigen Fachgruppen wie Internisten und Kinderärzte auszuweiten. Dies sei notwendig, wolle die Politik dem drohenden Versorgungsmangel beikommen, sagte BDI-Präsident Hans-Friedrich Spies.

Er wies auf das Potenzial der Inneren Medizin für die hausärztliche Versorgung hin. „Die verstärkte Einbindung von Internisten in die hausärztliche Versorgung ist ein Ansatz, dem Hausärztemangel gezielt und effizient beizukommen“, sagte Spies. Schon jetzt seien 30 Prozent der Hausärzte Internisten.

Anzeige

Spies erinnerte daran, dass die hausärztliche Versorgung laut Paragraf 73 Absatz 1a des fünften Sozialgesetzbuches durch drei Fachgruppen sichergestellt werde: Allgemeinmediziner, Internisten ohne Schwerpunkt und Kinder- und Jugendärzte. Die Altersstruktur unter den aktuell praktizierenden Hausärzten und der ausbleibenden Nachwuchs in der Allgemeinmedizin gefährdeten die Versorgung jedoch nachhaltig, betonte er.

Die hausärztliche Versorgung könne künftig nur durch die stärkere Einbindung von Internisten sichergestellt werden. Er wies darauf hin, dass besonders viele junge Ärzte eine Weiterbildung in der Inneren Medizin absolvierten.

„Die Versorgungsqualität wird durch Internisten in der hausärztlichen Versorgung zudem eher verbessert, weil in Deutschland überwiegend internistische Krankheiten vom Hausarzt versorgt werden“, sagte Ivo Grebe, hausärztlicher Internist und zweiter Vizepräsident des BDI.

Die Weiterbildung zum Internisten sorge für die notwendige Kompetenz für diese Tätigkeit. In seiner klinischen Weiterbildung habe der Internist in der Regel multimorbide Patienten versorgt und ihre Krankheitsverläufe kennengelernt. Dies schaffe ärztliche Erfahrung, die für den Hausarzt essenziell sei.  © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Dezember 2018
Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen (NRW) führt zum Wintersemester 2019/20 eine Landarztquote in Medizinstudiengängen ein. Damit soll dem Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegengewirkt werden. Der
NRW führt Landarztquote in Medizinstudiengängen ein
12. Dezember 2018
München – Immer mehr Reglementierungen und Bürokratie sorgen dafür, dass die nachfolgende Generation von Ärzten und Psychotherapeuten ihr Interesse an einer Niederlassung verliert. Davor hat die
KV Bayerns warnt vor neuen Eingriffen der Politik in die ambulante Versorgung
11. Dezember 2018
Mainz – Die geplante Landarztquote für Medizinstudierende in Rheinland-Pfalz als Rezept gegen den Ärztemangel rückt näher. Das Landeskabinett beschloss heute in Mainz den Entwurf des Landarztgesetzes.
Kabinett in Rheinland-Pfalz verabschiedet Landarztquote
10. Dezember 2018
Mainz – Der Ärztemangel in ländlichen Regionen in Rheinland-Pfalz betrifft nach Ansicht der Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren nicht nur Hausärzte, sondern auch Fachärzte. „Die
Landesärztekammer Rheinland-Pfalz warnt vor Mangel an Fachärzten auf dem Land
6. Dezember 2018
Berlin – Auf einer Tagung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) haben Experten die Bedeutung des Spracherwerbs und der Integration ausländischer Ärzte und Pflegekräfte für die Behebung des
Fachkräftemangel: Krankenhäuser müssen sich interkulturell aufstellen
6. Dezember 2018
Frankfurt am Main – Die Krankenkassen in Hessen sollten Finanzmittel zum Aufbau r Ansiedlung von mindestens 15 zusätzlichen Kinderarztsitzen zur Verfügung stellen. Darauf drängten heute die
Ärzte in Hessen drängen auf Finanzierung weiterer Kinderarztsitze
5. Dezember 2018
Mainz – Mit den Stimmen aller anderen Fraktionen hat der Wissenschaftsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags einen Antrag der CDU abgelehnt, ein Stipendienprogramm für angehende Ärzte auf dem
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER