NewsAusland85.000 Kinder im Jemen an Hunger und Krankheit gestorben
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

85.000 Kinder im Jemen an Hunger und Krankheit gestorben

Mittwoch, 21. November 2018

/dpa

Dubai – Im Bürgerkriegsland Jemen sind nach Schätzungen der Hilfsorganisation Save the Children zwischen April 2015 und Oktober 2018 rund 85.000 Kleinkinder an Hunger und Krankheit gestorben.

Die Zahlen basierten auf Daten der Vereinten Nationen und stellten eine „vorsichtige Schätzung“ dar, teilte die Organisation heute mit. Die Angaben beziehen sich auf die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren durch Unterernährung und Krankheiten. Der Save-The-Children-Direktor für den Jemen, Tamer Kirolos, zeigte sich „schockiert“ über die Zahlen. Der Hungertod könne verhindert werden, betonte er.

Anzeige

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. In dem Krieg wurden nach UN-Angaben bereits rund 10.000 Menschen getötet.

Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, wurde heute zu Gesprächen in der Hauptstadt Sanaa erwartet. Griffiths will die Konfliktparteien überzeugen, schon bald zu Friedensgesprächen nach Schweden zu reisen. Zudem soll es um die Lage in der umkämpften Hafenstadt Hodeida gehen. Sollte die Stadt durch Kämpfe oder Schäden abgeschnitten werden, stehen nach UN-Angaben 14 Millionen Menschen vor dem Hungertod. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. März 2019
Genf – Die verheerenden Folgen des tropischen Wirbelsturms „Idai“ in Südostafrika werden immer deutlicher: Allein in einem Bezirk in Simbabwe an der Grenze zu Mosambik seien 200.000 Menschen für die
Auch Simbabwe nach Wirbelsturm auf Hilfe angewiesen
19. März 2019
Beira – Nach dem Durchzug des Zyklons „Idai“ werden im südostafrikanischen Mosambik mehr als tausend Tote befürchtet. Präsident Filipe Nyusi sprach gestern nach einem Flug über das Katastrophengebiet
Mehr als 1.000 Tote nach Zyklon „Idai“ in Mosambik befürchtet
19. März 2019
Rom – Nach der Rettung von rund 50 Flüchtlingen vor der libyschen Küste durch ein italienisches Hilfsschiff hat Italiens Innenminister Matteo Salvini der Forderung nach einem Anlegen in einem
Salvini lässt Häfen für Flüchtlingsretter geschlossen
14. März 2019
Brüssel – Deutschland hat seine Hilfszusagen für die notleidenden Menschen in Syrien und für Flüchtlinge in den benachbarten Ländern um einen Milliardenbetrag aufgestockt. Entwicklungsminister Gerd
Deutschland gibt Milliardenbetrag für Opfer des Syrienkonflikts
12. März 2019
Rostock – Die Rostocker Universitätsmedizin ist in Sorge um die Sicherheit ihrer Partnerkrankenhäuser in den kamerunischen Städten Limbe und Bamenda. „Unsere Arbeit in Kamerun wird zur Zeit durch den
Bürgerkrieg gefährdet Hilfe der Universitätsmedizin Rostock in Kamerun
12. März 2019
Nairobi/Genf – Mosambik ist in Alarmbereitschaft vor dem Tropensturm Idai, der sich auf die Küste zubewegt. Katastrophenschutzteams des Roten Kreuzes in den Provinzen Zambesia und Sofala bereiten sich
Rotes Kreuz warnt vor Tropensturm in Mosambik
6. März 2019
Jerusalem – Israels Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Patienten aus dem Gazastreifen wirkt sich besonders negativ auf die medizinische Versorgung von Frauen aus. Zu diesem Schluss kommt der
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER