NewsVermischtesViele Arbeitnehmer mit Kundenkontakt klagen über psychische Belastung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Viele Arbeitnehmer mit Kundenkontakt klagen über psychische Belastung

Donnerstag, 22. November 2018

/FotolEdhar, stockadobecom

Berlin – Wer viel mit Kunden, Schülern oder Patienten arbeitet, ist häufiger psychischen Belastungen ausgesetzt. Wie eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ergab, erlebt fast jeder fünfte solcher Beschäftigten häufig psychisch belastende Situationen. Demnach arbeiten zwei Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig mit Kundenkontakt. 58 Prozent von ihnen fühlen sich laut Umfrage oft gehetzt.

Für die Studie befragte der DGB 8.000 Beschäftigte. Kontakt nach außen haben am häufigsten Beschäftigte im Dienstleistungssektor wie etwa dem Gesundheitswesen oder Erziehung. Viele von ihnen müssen ihre Gefühle verbergen und mit herablassender Behandlung oder Konflikten umgehen. 41 Prozent der Beschäftigten im Sozialwesen sind häufig oder oft von solchen negativen Situationen betroffen. Im Bereich Unterricht und Erziehung sind es 30 Prozent, im Gesundheitswesen und der Öffentlichen Verwaltung 27 Prozent.

Anzeige

Zwei Drittel der Betroffenen klagen, dass sie vom Arbeitgeber keine ausreichende Unterstützung bekommen, etwa in Form von Geld oder betrieblichen Maßnahmen. „Fakt ist aber, dass ausgerechnet diese gesellschaftlich wichtigen Tätigkeiten zu geringe Wertschätzung erfahren“, erklärte der Vorsitzende der Dienstleistungs­gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske. „In welcher Welt leben wir denn, dass sich Arbeitgeber – öffentliche wie private – so einen Umgang mit ihren Beschäftigten leisten dürfen und dann klagen, es gebe nicht genügend Fachkräfte“. Er forderte bessere Personalschlüssel und mehr Gehalt für die Betroffenen.

Neben der psychischen Belastung fragte der DGB auch andere Faktoren zur Arbeitsqualität ab. 45 Prozent der Beschäftigten erwarten, dass ihre Rente nicht, weitere 36 Prozent, dass sie „gerade so“ ausreichen wird. DGB-Chef Reiner Hoffmann forderte deshalb weitere Maßnahmen, die das Rentenniveau anheben und den „Sinkflug“ der gesetzlichen Rente dauerhaft stoppen. „Wir müssen das Vertrauen in die Altersvorsorge wiederherstellen.“ © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. September 2019
New York – Der Knochen ist mehr als nur ein passives Stützgewebe für den Körper, dessen Zellen die Mineralisierung kontrollieren und eher träge auf Veränderungen reagieren. Jetzt in Cell Metabolism
Stresshormon im Knochen entdeckt
30. August 2019
Sankt Augustin/ Bayreuth – Ständige Erreichbarkeit, Angst vor Leistungsüberwachung und eine Beschleunigung der Arbeitstätigkeit sind wichtige Auslöser für Stress aufgrund neuer Technologien in der
Digitaler Stress belastet Arbeitnehmer
29. August 2019
Hannover – Stress im Beruf ist Ursache Nummer eins für Schlafstörungen. Das Gedankenkarussell rund um die Arbeit bringt fast jeden Zweiten von rund 1.000 Befragten (41 Prozent) gelegentlich um den
Stress im Beruf häufigste Ursache für Schlafstörungen
26. Juli 2019
Garching – Fast zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung fühlen sich nach einer neuen Umfrage im Job gestresst. 63 Prozent bezeichneten ihren Stresslevel am Arbeitsplatz als hoch oder eher hoch, wie
Zeitdruck und Kollegen stressen im Büro
29. Mai 2019
Singapur – Jeder „ausgebrannte“ Arzt verursacht den Kliniken allein durch verkürzte Arbeitszeiten und Arbeitsplatzwechsel Kosten von durchschnittlich 7.600 US-Dollar pro Arzt und Jahr. Zu diesem
Folgekosten für Krankenhäuser durch Burnout errechnet
16. Mai 2019
Providence/Rhode Island – Der Stress des ersten Berufsjahres, in dem US-Ärzte häufig 65 Wochenstunden oder länger in der Klinik verbringen, hinterlässt offenbar Spuren im Erbgut. In einer
Chromosomen von Ärzten altern im ersten Berufsjahr schneller
7. Mai 2019
Dresden – Die Technische Universität (TU) Dresden will wachsendem Stress bei Studierenden und Beschäftigten vorbeugen und arbeitet deshalb mit der AOK Plus an einem Maßnahmenpaket. Das Studium und die
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER