NewsPolitikSpinale Muskelatrophie: Aufnahme in Neugeborenen­screening wird geprüft
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Spinale Muskelatrophie: Aufnahme in Neugeborenen­screening wird geprüft

Freitag, 23. November 2018

/dpa

Berlin – Neugeborene sollten beim Neugeborenenscreening (ENS) auch auf Spinale Muskelatrophie (SMA) untersucht werden. Mit diesem Wunsch hatten sich die Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) an das Plenum gerichtet. Gestern entschied das Gremium, das Institut für Qualiät und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Auswertung der wissenschaftlichen Datenlage.

Damit habe man einen ersten wichtigen Schritt zu einer Verbesserung in der Früherkennung bei Neugeborenen erreicht, hieß es von der Patientenvertretung. Inge Schwersenz von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) sprach von einem „Meilenstein“. Es sei die Chance, betrofffenen Kindern ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.

Anzeige

Das ENS zielt darauf ab, angeborene Stoffwechselerkrankungen und endokrine Stö­rungen bei Neugeborenen frühzeitig zu entdecken und schnell eine Therapie einzu­leiten. Dazu wird dem Neugeborenen nach Aufklärung und Einwilligung der Eltern ein Blutstropfen aus der Ferse entnommen. Das Blut wird dann in spezialisierten Laboren untersucht. Mit der Erweiterung des ENS um den Test auf SMA können bereits bestehende Strukturen genutzt werden.

Erst kürzlich hatten Wissenschaftler gefordert, alle Neugeborenen routinemäßig auf SMA zu testen. Sie beziehen sich dabei auf einen neue Studie, die im Journal of Neuromuscular Disease erschienen ist (2018; doi: 10.3233/JND-180315). © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. November 2019
Berlin – Krankenkassen, Neuropädiater, Universitätsklinika und der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) schlagen Alarm. Angesichts der neuesten Entwicklungen bei der hochpreisigen Gentherapie mit dem
Gentherapie: Medien und juristische Mittel setzen Ärzte und Kassen unter Druck
1. November 2019
Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht einen Anhaltspunkt für einen Nutzen des Neugeborenenscreenings auf die 5q-assoziierte spinale Muskelatrophie
Kinder mit spinaler Muskelatrophie könnten von Neugeborenenscreening profitieren
19. November 2017
Würzburg – Einen neuen Mechnismus von Erkrankungen der Motoneurone haben Wissenschaftler um Michael Sendtner vom Institut für klinische Neurobiologie am Würzburger Universitätsklinikum beschrieben.
Neuer Pathomechanismus von Motoneuron-Erkrankungen entdeckt
22. August 2012
Columbus – Wenn der Sauerstoff bei Patienten mit spinaler Muskelatrophie (SMA) niedrige Level erreicht, können sich ihre Symptome verschlechtern. Diese Tatsache und den biologischen Mechanismus
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER