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Kooperation soll Gewebespenden und Augenhorn­hautpräparation effizienter machen

Montag, 26. November 2018

/dpa

Heidelberg – Patienten der Universitäts-Augenklinik Heidelberg, die auf eine Augenhornhautspende angewiesen sind, sollen künftig schneller als bisher ein passendes Gewebetransplantat erhalten. Dafür kooperiert das Universitätsklinikum Heidelberg mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG). Die klinikeigene Lions Hornhautbank Heidelberg wird damit Teil eines bundesweiten, zentral von der DGFG koordinierten Netzwerkes von Hornhautbanken.

„Für die Kliniken bedeutet eine Zusammenarbeit mit uns eine Entlastung, denn sie müssen die Gewebespende fortan nicht mehr selbst betreuen“, erläuterte Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG. Die DGFG kümmere sich um den gesamten Ablauf – von der Prüfung der Verstorbenenmeldung auf Spendereignung, der Aufklärung der Angehörigen bis hin zur Entnahme der Gewebe.

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Hornhautverpflanzungen seien nur möglich, wenn Menschen nach ihrem Tod ihre Hornhaut spendeten. „Wichtig ist, dass Menschen möglichst schon zu Lebzeiten eine Entscheidung für oder gegen eine Gewebespende treffen“, betonte Börgel. Dafür spricht künftig die DGFG-Koordinatorin Anna Rausch mit den Patienten in Heidelberg. Im Falle einer Einwilligung nimmt der ärztliche Regionalleiter der DGFG in einem zweiten Gespräch Kontakt mit den Angehörigen auf.

Aber nicht nur Heidelberger Patienten sollen von der Kooperation profitieren: Stehen mehr Hornhautspenden an, als das Team in Heidelberg zeitnah aufbereiten kann, vermittelt die DGFG das entnommene Gewebe an einen Partner des Netzwerks mit freien Kapazitäten. Ebenso stellt die Heidelberger Gewebebank aufbereitete Hornhäute für Patienten der kooperierenden Kliniken zur Verfügung. Die Verteilung der Transplantate übernimmt die Vermittlungsstelle der DGFG in Hannover. 

2017 konnte die DGFG nach eigenen Angaben 3.148 Hornhauttransplantate vermitteln.

© hil/aerzteblatt.de

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