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Ausland

US-Behörden warnen vor großen Schäden infolge des Klimawandels

Montag, 26. November 2018

/dpa

Washington – Gesundheitsgefahren, zerstörte Straßen und Stromleitungen, Umweltschäden und wirtschaftliche Verluste: In einem neuen Bericht warnen US-Bundesbehörden vor schwerwiegenden Folgen des Klimawandels für die USA. Die Fachleute mahnen, ohne erhebliche Anstrengungen werde der Klimawandel zunehmende Schäden an Infrastruktur und Eigentum in den USA anrichten und das Wirtschaftswachstum des Landes in den nächsten Jahrzehnten hemmen. Hinzu kämen deutliche Beeinträchtigungen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen.

Die Experten warnen unter anderem, steigende Temperaturen, extreme Hitze, Dürren, Brände und Unwetter machten der Landwirtschaft zunehmend zu schaffen. Auch die Wirtschaftszweige Fischerei oder Tourismus seien besonders empfindlich für die Auswirkungen des Klimawandels, heißt es in dem Report, der am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde. Der Handel werde ebenfalls beeinträchtigt. Ohne ein Gegen­steuern könnten die Verluste bis zum Ende des Jahrhunderts in manchen Sektoren auf Hunderte Milliarden Dollar jährlich anwachsen.

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Der Klimawandel bedrohe auch die Gesundheit und das Wohlergehen der Amerikaner - etwa durch extreme Wetterbedingungen, Veränderungen der Luftqualität oder die Verbreitung neuer Krankheiten. Die Infrastruktur werde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen: Das gelte etwa für Straßen, Brücken, aber auch die Energieversorgung. Zunehmende Störungen seien hier zu erwarten, es drohten auch vermehrte Stromausfälle. Die Infrastruktur in Küstenregionen etwa sei durch zunehmende Überflutungen gefährdet.

Ein Zusammenschluss von etwa einem Dutzend Bundesbehörden erstellt alle paar Jahre einen Klimabericht für den US-Kongress und den Präsidenten. Der aktuelle Report ist die vierte Ausgabe dieser „Nationalen Klima-Bewertung“, die in zwei Teilen erschien. Der erste Band wurde bereits 2017 veröffentlicht, nun folgte der zweite Band.

Der Bericht dekliniert ausführlich und konkret die Auswirkungen für viele gesell­schaftliche Bereiche in den USA durch und kommt zu alarmierenden Schluss­folgerungen. Die gesellschaftlichen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel hätten in den vergangenen fünf Jahren zwar zugenommen, aber nicht in aus­reichendem Maße, um schwere Schäden für Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit der Menschen in den kommenden Jahrzehnten abzuwenden.

Die USA hatten erst in den vergangenen Wochen und Monaten mit verheerenden Naturkatastrophen zu kämpfen. Im September und Oktober hatten der Tropensturm Florence und der Hurrikan Michael an der Südostküste der USA schwere Überflutungen und Verwüstung verursacht und zahlreiche Menschenleben gekostet. Im November wüteten schwere Waldbrände in Kalifornien an der Westküste der USA. Allein das sogenannte Camp-Feuer in Nordkalifornien zerstörte mehr als 13.000 Häuser, mindes­tens 87 Menschen starben. Es war das schlimmste Feuer in dem US-Bundes­staat seit Beginn der Aufzeichnungen.

US-Präsident Donald Trump hat lange über die Experten-Warnungen vor dem Klima­wandel gespottet. Er verkündete auch den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klima­abkommen – was international Empörung und Sorge auslöste. Vor Wochen sagte der Präsident zwar überraschend in einem Interview, er bestreite den Klimawandel nicht. Er zweifle aber daran, dass menschliches Handeln dafür verantwortlich sei. © dpa/aerzteblatt.de

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