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Korruptionsverdacht an Universitätsmedizin Göttingen

Montag, 26. November 2018

Universitätsmedizin Göttingen /dpa

Göttingen – Mitarbeiter der für „infrastrukturelles Gebäudemanagement“ zuständigen Tochterfirma der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) stehen unter Korruptions­verdacht. Ermittelt werde wegen eines besonders schweren Falles von Bestechlichkeit und Bestechung sowie wegen Untreue, sagte der Sprecher der Schwerpunkt­staats­anwaltschaft für Wirtschaftsdelikte in Braunschweig, Christian Wolters, heute. Laut Staatsanwaltschaft hat es zahlreiche Durchsuchungen und Beschlagnahmung von Computern und Beweismitteln gegeben.

Die UMG-Bediensteten sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in den Jahren 2014 bis 2018 für die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen Geld kassiert und Luxusfahrzeuge erhalten haben. Dabei soll es sich um einen Sportwagen Audi A8 Spider und ein Motorrad der Marke Harley Davidson handeln. Einer der Beschuldigen werde zudem verdächtigt, Arbeiten auf seinem Privatgrundstück im Kreis Göttingen über die UMG-Tochterfirma abgerechnet zu haben.

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Den Informationen zufolge sollen die Beschuldigten zudem Abrechnungen für Renovierungen und andere Handwerkerarbeiten auf dem UMG-Gelände manipuliert haben. Einen Zusammenhang mit dem laufenden Neubau des Göttinger Uniklinikums gebe es dagegen nicht, hieß es. Zur Höhe des mutmaßlichen Schadens machte die Braunschweiger Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Das „Infrastrukturelle Gebäudemanagement“ ist für alle UMG-Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 400.000 Quadratmetern zuständig. Sie kümmert sich unter anderem um Hausmeisterservice, Sicherheitsdienst, Parkraumbewirtschaftung, Außenanlagen, Winterdienst, Schädlingsbekämpfung oder Abfallentsorgung.

Ein Klinikumssprecher bestätigte die Durchsuchung. Die beschuldigten Mitarbeiter befänden sich wegen der Ermittlungen gegenwärtig nicht im Dienst. Weitere Angaben wollte der Sprecher wegen des laufenden Verfahrens nicht machen. © dpa/aerzteblatt.de

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