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Ärzteschaft

Beier neuer Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands

Montag, 26. November 2018

Markus Beier /Bayerischer Hausärzteverband

München/Nürnberg – Markus Beier ist neuer 1. Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV). Die Delegierten wählten ihn am Wochenende mit großer Mehrheit, wie der BHÄV heute mitteilte. Der 47-jährige Facharzt für Innere- und Allgemeinmedizin, der seit 2014 bereits 1. Stellvertretender Vorsitzender des BHÄV war, folgt auf Dieter Geis, der nicht mehr angetreten war.

Geis hatte die Führung des Verbandes nach dem Scheitern des Ausstiegs aus dem Kollektivsystem und der fristlosen Kündigung der Hausarztverträge durch alle Krankenkassen Anfang 2011 übernommen.

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Die Wiedererlangung der Reputation des Bayerischen Hausärzteverbandes nach 2010 sei dem Geschick, der unermüdlichen und zielführenden Arbeit in Politik, Körper­schaften und bei den Krankenkassen zu verdanken, schrieb Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, per Grußbotschaft an Geis. Er habe einen Anteil daran, dass es jetzt an fast allen medizinischen Fakultäten in Bayern einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin gebe. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, würdigte die Unterstützung durch den Bayerischen Hausärzteverband.

Beier stellte der Delegiertenversammlung seine künftige Strategie als Verbands­vorsitzender vor. Er kündigte an, seinen kommunikativen Stil nach innen und außen beizubehalten, sich um die Sorgen und Nöte der Hausärzte zu kümmern, Verhand­lungen mit anderen Partnern im Gesundheitssystem konstruktiv zu führen, dabei aber immer eine klare Kante zu zeigen und für die Positionen der Hausärzteschaft zu kämpfen.

Die Worte wurden von der Delegiertenversammlung durch eine Reihe von Beschlüssen untermauert. So warnte der BHÄV zum Beispiel vor einem ungebremsten Ausbau von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und der Übernahme durch nichtärztliche Kapitalinvestoren.

Auch Versuche von Kliniken, die ambulante Versorgung auszubauen, um so neue Einnahmequellen zu Lasten der niedergelassenen Ärzte zu erschließen, stoßen bei der Hausärzteschaft auf klaren Widerspruch. Bei der Digitalisierung sehen die Hausärzte dagegen positive Aspekte, oberstes Ziel müsse aber der Erhalt des Vertrauensverhältnisses zwischen Patient und Hausarzt sein. © may/EB/aerzteblatt.de

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