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Depressionen: Hohe Belastung, auch für Angehörige

Dienstag, 27. November 2018

/Korta, stockadobecom

Berlin – Wenn Menschen an Depressionen erkranken, sind davon häufig auch die Familien und Freunde stark betroffen. 84 Prozent der Erkrankten reagierten mit sozialem Rückzug, heißt es im gestern vorgestellten zweiten Deutschland-Barometer Depression im Auftrag der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutsche Bahn Stiftung.

Angehörige könnten das Verhalten des Erkrankten als Zurückweisung missverstehen. Das berge die Gefahr, dass Partnerschaften auseinandergehen. Mit der erfolgreichen Behandlung einer Depression kehre die Verbundenheit oft zurück.

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Für das Depressionsbarometer wurden 5.000 Erwachsene zwischen 18 und 69 Jahren online befragt. Laut Stiftung erkranken rund 17 Prozent der erwachsenen Deutschen mindestens einmal im Leben an einer anhaltenden depressiven Störung. 72 Prozent der Erkrankten beschreiben, während der Erkrankung keine Verbundenheit zu Menschen mehr zu empfinden. Die Hälfte der Betroffenen berichtet von Auswirkungen auf die Partnerschaft. 45 Prozent davon haben erlebt, dass es aufgrund der Depression zu einer Trennung gekommen ist.

„Die hohe Zahl der Trennungen zeigt, was für eine tiefgreifende Erkrankung die Depression ist“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl. An Depression erkrankte Menschen verlören den Antrieb, ihr Interesse und fühlten sich innerlich abgestorben, ohne Verbundenheit mit anderen Menschen oder ihrer Umwelt. „Sie ziehen sich zurück und sehen den gesamten Alltag wie durch eine schwarze Brille“, sagte Hegerl.

Ein Teil der Betroffenen berichtet laut Befragung rückblickend aber auch von positiven Erfahrungen: 36 Prozent gaben an, dass die Depression die Beziehung zum Partner sogar vertieft habe. „Das gemeinsame Überstehen des großen Leidens, das die Depression verursacht, kann zu einem Zusammenwachsen führen“, erklärte Hegerl.

Das Deutschland-Barometer liefert auch Daten zu den Erfahrungen von Angehörigen: 73 Prozent entwickeln Schuldgefühle gegenüber ihrem erkrankten Partner und fühlen sich für dessen Erkrankung und Genesung verantwortlich. 30 Prozent gaben an, sich schlecht informiert zu fühlen.

Die Depressionshilfe hat ein bundesweites Info-Telefon eingerichtet. Unter der Nummer 0800/3344533 können Betroffene und Angehörige sich über Anlaufstellen im Versorgungssystem informieren. © dpa/kna/aerzteblatt.de

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Avatar #754103
Biochemie
am Mittwoch, 28. November 2018, 13:30

Depressionen Belastung für Angehörige?

Ob eine Depression für Angehörige zur Belastung wird hängt immer mit der Lebensgeschichte der Menschen zusammen die zusammen leben.

Als erstes sollten wir den Begriff Depression erklären.
Für mich ist eine Depression eine durch viele Ursachen über einen längeren Zeitraum entstand Hoffnungslose Situation.

Beispiel:
Eine Person wird geboren. Die Eltern haben wenig zeit für das Kind oder können die Gefühle nicht erkennen oder widerspiegeln und so entwickelt dieses das Gefühl ich werde nicht gemocht.
Hier ist noch keine Depression erkennbar.
In der Schule folgen viele Situationen der Kränkung und Entwertung da es die eigenen und die Gefühle der anderen nicht erklären kann.
Hier muss noch immer keine Depression zu erkennen sein.
Im Berufsleben geht es dann ähnlich weiter.
Jetzt kommen noch Ernährungsfehler dazu weil der junge Mensch viel Zucker nimmt um sein Gehirn zu beruhigen. Es könne aber auch andere Wirkstoffe (Drogen, Medikamente, Alkohol, Sport für Körpereigene Wirkstoffe, Arbeit, Sex, ...) sein. Dieses kann in eine Sucht führen.
Es kommt zu Beziehung die nicht über ein Verliebt sein in eine Reife Beziehung sich entwickeln können. Welches das Gefühl erzeugt ich werde nicht geliebt.

Jetzt ist dieser Mensch körperlich und von seinen denken und fühlen über die Jahre in der Situation der Hoffnungslosigkeit (Depression).
Seine Gedanken blicken auf seine Erinnerungssituationen zurück und da erscheinen nur die Erinnerungen wo er dieses Hoffnungslosigkeit erlebt hat.
Müdigkeit, Rückzug, Körperschwäche, Geistige schwäche, Antriebslosigkeit,...
Alles ist aus dem Gleichgewicht und die meisten Betroffenen können es sich nicht erklären, weil dieses ja nicht Bewusst aus der Sicht der Medizin und Psychologie erklärt werden kann. Da das Wissen nicht gelernt wurde in der Schule.
Es gibt Menschen bei denen kommt alles von alleine durch zufällige Erlebnisse, Erkenntnisse ins Gleichgewicht und andere müssen ihre leben lang dieses Gleichgewicht versuchen mit Wissen zu regeln.

Diese Lebenssituation muss sich auf die Menschen auswirken die in Beziehung mit dieser Person leben. So wie alles in der Umfeld eines Menschen sich auf den Menschen auswirkt.
Ein Schreikind wirkt sich auch stark auf die Bezugsperson aus (oft die Mutter) und da gibt es Belastung. Oder eine Person die aus allen einen Witz macht. Also Persönlichkeitstypen.

Was kann man machen?
Meiner Meinung nach ist es eine gute Möglichkeit erst mal auf seine Gedanken und Gefühle zu achten und ehrlich zu sein was man da für Erinnerung oder Gefühle und Gedanken findet.
So das man sich seine Geschichte erklären kann und dieses vergleichen kann mit anderen Lebens Geschichten. Mann kommt auch nicht darum sich einiges der Medizin und Psychologie anzueignen.

Was und wie viel muss jeder selber erarbeiten und sich über jeder Erkenntnis freuen.










Avatar #113003
Claus-F-Dieterle
am Dienstag, 27. November 2018, 23:54

Der schnellste Weg

"Anlaufstellen im Versorgungssystem", der schnellste Weg ist das Gebet.
Denn Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28: "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken."
Und Psalm 146,8:
"Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind."
Der Hinweis auf den lebendigen, in der Bibel bezeugten Gott erfolgte hier schon deshalb, weil es in Deutschland ca. 50 Millionen Mitglieder christlicher Kirchen gibt!
LNS

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