NewsHochschulenNeues Ausbildungsprogramm für Clinician Scientists in der evolutionären Medizin
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Neues Ausbildungsprogramm für Clinician Scientists in der evolutionären Medizin

Dienstag, 27. November 2018

/jolopes, stock.adobe.com

Kiel – Ein Ausbildungsprogramm für „Klinische Forschende in der evolutionären Medizin“ („Clinician Scientists in Evolutionary Medicine) hat die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel zusammen mit dem Universitäts­klinikum Schleswig-Holstein, dem Plöner Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie und der „Lungenclinic Großhansdorf“ eingerichtet.

Das Programm soll die die wissenschaftliche Ausbildung der teilnehmenden Ärzte verbessern und dazu beitragen, evolutionsbiologischer Prinzipien in der medizinischen Forschung stärker zu berücksichtigen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Programm, das sich an Mediziner in der Facharztausbildung richtet, zunächst für drei Jahre mit rund zwei Millionen Euro.

Anzeige

„Die Unterstützung der DFG bestätigt die Bestrebungen unserer Universität, die medizinische Forschung stärker aus einer evolutionären Perspektive zu betrachten“, sagte Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin für Forschung. Dies könne dazu beitragen, die Gesundheitssysteme für die großen gesundheitlichen Herausforderungen von der Antibiotika-Krise bis zum Kampf gegen den Krebs zu wappnen, betonte sie. 

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des Programms umfassen unter anderem Krankheitsbilder wie entzündliche Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen, die auf eine gestörte Bakterienbesiedlung des Körpers zurückgehen, sowie verschiedene Krebserkrankungen. Auch evolutionäre Mechanismen wie die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern gegen antibiotische Wirkstoffe stehen im Mittelpunkt.

„In unserem neuen Ausbildungsansatz wollen wir evolutionsbiologische Prinzipien auf die Entstehung und Ausprägung dieser verschiedenen Krankheiten und die dafür verantwortlichen Prozesse anwenden“, unterstrich John Baines, CAU-Evolutionsbiologe und Leiter des Programms. 

Eine Besonderheit des Modells ist die individuelle Unterstützung mittels Forschungs-Tandems: Die Mediziner in der Facharztausbildung werden von einem Mentoring-Paar unterstützt, das jeweils aus einem Projektleiter der klinischen Forschung sowie der Grundlagenforschung besteht. „So können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und Klinik einbringen und weiterentwickeln und damit ihre Forschungslaufbahn vorantreiben“, hieß es aus Kiel.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

12. Februar 2019
Brüssel/Göttingen – Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert die neurowissenschaftliche Forschung in Göttingen mit zwei ERC-Grants in Höhe von rund 1,9 und 1,3 Millionen Euro. Caspar Schwiedrzik,
EU fördert neurowissenschaftliche Forschung in Göttingen
1. Februar 2019
Berlin – Die Bundesregierung bereitet einen Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung der Forschung in Unternehmen vor. Dabei soll es besonders um kleine und mittlere Unternehmen gehen. Entsprechende
Forschung in kleineren und mittleren Unternehmen soll steuerlich gefördert werden
31. Januar 2019
Kiel – Millionenförderung für die Herz-Kreislauf-Forschung in Kiel: Oliver Müller, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, erhält
EU-Förderung für Kieler Herz-Kreislauf-Forschung
4. Januar 2019
Berlin/Brüssel – Wissenschaftler und Ärzte der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden drei Verbundprojekte der Europäischen Union (EU) leiten. An weiteren sechs Vorhaben sind sie beteiligt.
EU fördert drei Verbundprojekte der Charité
4. Januar 2019
München – Die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München erweitert ihr Clinician-Scientist-Programm um ein Modul im Bereich Gefäßforschung. Die Fakultät erhält für das
Clinician-Scientist-Programm zur Gefäßforschung in München
3. Januar 2019
Berlin – 29 Wissenschaftsprojekte zwischen Berliner Hochschulen und der University of Oxford werden Anfang Januar 2019 starten. Für die Wissenschaftskooperation zwischen der britischen Hochschule und
Zusammenarbeit der Berliner Hochschulen mit Oxford nimmt Gestalt an
28. Dezember 2018
Regensburg – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Nierenforschung in Regensburg und Erlangen-Nürnberg in den kommenden vier Jahren mit 11,3 Millionen Euro unterstützen. In dem neuen
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER