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Neues Ausbildungsprogramm für Clinician Scientists in der evolutionären Medizin

Dienstag, 27. November 2018

/jolopes, stock.adobe.com

Kiel – Ein Ausbildungsprogramm für „Klinische Forschende in der evolutionären Medizin“ („Clinician Scientists in Evolutionary Medicine) hat die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel zusammen mit dem Universitäts­klinikum Schleswig-Holstein, dem Plöner Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie und der „Lungenclinic Großhansdorf“ eingerichtet.

Das Programm soll die die wissenschaftliche Ausbildung der teilnehmenden Ärzte verbessern und dazu beitragen, evolutionsbiologischer Prinzipien in der medizinischen Forschung stärker zu berücksichtigen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Programm, das sich an Mediziner in der Facharztausbildung richtet, zunächst für drei Jahre mit rund zwei Millionen Euro.

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„Die Unterstützung der DFG bestätigt die Bestrebungen unserer Universität, die medizinische Forschung stärker aus einer evolutionären Perspektive zu betrachten“, sagte Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin für Forschung. Dies könne dazu beitragen, die Gesundheitssysteme für die großen gesundheitlichen Herausforderungen von der Antibiotika-Krise bis zum Kampf gegen den Krebs zu wappnen, betonte sie. 

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des Programms umfassen unter anderem Krankheitsbilder wie entzündliche Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen, die auf eine gestörte Bakterienbesiedlung des Körpers zurückgehen, sowie verschiedene Krebserkrankungen. Auch evolutionäre Mechanismen wie die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern gegen antibiotische Wirkstoffe stehen im Mittelpunkt.

„In unserem neuen Ausbildungsansatz wollen wir evolutionsbiologische Prinzipien auf die Entstehung und Ausprägung dieser verschiedenen Krankheiten und die dafür verantwortlichen Prozesse anwenden“, unterstrich John Baines, CAU-Evolutionsbiologe und Leiter des Programms. 

Eine Besonderheit des Modells ist die individuelle Unterstützung mittels Forschungs-Tandems: Die Mediziner in der Facharztausbildung werden von einem Mentoring-Paar unterstützt, das jeweils aus einem Projektleiter der klinischen Forschung sowie der Grundlagenforschung besteht. „So können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und Klinik einbringen und weiterentwickeln und damit ihre Forschungslaufbahn vorantreiben“, hieß es aus Kiel.

© hil/aerzteblatt.de

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