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Ärzteschaft

KV Niedersachsen kritisiert Arzneimittelregresse

Dienstag, 27. November 2018

/dalaprod, stock.adobe.com

Hannover - Auch im ambulanten Bereich sind Ärzte immer wieder mit Rückzahlungs­forderungen von Krankenkassen konfrontiert. Darauf hat jetzt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Niedersachsen hingewiesen. „Die Bedrohung für niedergelassene Ärzte durch Arzneimittel- und Heilmittelregresse steht nach wie vor im Gesetz“, kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der KV, Jörg Berling.

Daraus resultierten „unzählige Prüfanträge der Krankenkassen im ambulanten Bereich auf Wirtschaftlichkeit im Bereich der Versorgung mit Arznei- und Heilmitteln“, so der KV-Chef. Zwar habe die KV in Niedersachsen eine konstruktive Vereinbarung mit den Krankenkassen über die Steuerung von Arzneimittelausgaben abgeschlossen, dennoch drängten die Krankenkassen weiterhin auf Prüfverfahren.

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„Es kann nicht sein, dass Ärzte ihren Patienten Medikamente vorenthalten sollen, um das Kostenproblem zu lösen. Die niedergelassene Ärzteschaft lehnt es ab, das Kostenrisiko für steigende Arzneimittelpreise zu tragen. Die Politik ist aufgefordert, Arzneimittelregresse endlich abzuschaffen“, so Berling.

Regressgefahr hält junge Ärzte von der Niederlassung ab

Der KV-Vorsitzende wies daraufhin, dass die Regressgefahr viele junge Ärzte davon abhalte, sich in eigener Praxis niederzulassen. „Wer die Probleme ärztlichen Nachwuchses in Deutschland lösen will, muss die Arzneimittelregresse abschaffen“, betonte er. Auch wenn am Ende nur wenige Regresse ausgesprochen würden, seien die aufwendigen Prüfverfahren und die ständige Bedrohung von Regressverfahren „ein echtes und riesiges Versorgungshindernis“, so Berling. 

„Wenn Sie schnellere Termine und eine bessere Versorgung wollen, dann streichen Sie die Arznei- und Heilmittelregresse aus dem Sozialgesetzbuch Fünf“, so seine Empfehlung an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU). © hil/aerzteblatt.de

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