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Weiteres mutmaßliches Opfer von Niels H. in der Türkei exhumiert

Dienstag, 27. November 2018

/dpa

Midyat/Oldenburg – Die türkischen Behörden haben ein weiteres mögliches Opfer des bereits verurteilten Patientenmörders Niels H. exhumiert. Die Zeitung Hürriyet berichtete, im südtürkischen Midyat habe die Generalstaatsanwaltschaft das Grab einer Jesidin öffnen und Proben entnehmen lassen. Gerichtsmediziner sollen jetzt die genaue Todesursache der Frau klären, die 2005 im Klinikum Delmenhorst gestorben war.

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„Wir haben noch keine Erkenntnisse über die Ergebnisse der Exhumierung“, sagte der Oldenburger Oberstaatsanwalt Martin Koziolek heute. Die Staatsanwaltschaft hatte per Rechtshilfegesuch die türkischen Behörden gebeten, die Leichen von vier früheren Patienten des Ex-Pflegers auszugraben und auf Rückstände von Medikamenten zu untersuchen. In einem Fall steht eine Exhumierung nach Angaben von Koziolek noch aus. In einem Fall hatte sich der Verdacht nicht erhärtet, in einem anderen Fall erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes.

Niels H. muss sich wegen des Mordes an 100 Patienten an den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst vor Gericht verantworten. Wegen sechs anderer Taten in Delmenhorst sitzt er bereits lebenslang in Haft. Im Zuge der Ermittlungen hatte die Polizei rund 130 Gräber öffnen lassen, vor allem in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. © dpa/aerzteblatt.de

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