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Neuer Antiinfektiva­leitfaden berät zur Therapie bei Infektionen

Mittwoch, 28. November 2018

Leipzig – Eine vollständige Überarbeitung ihres Antiinfektiva-Leitfadens hat das Universitätsklinikum Leipzig vorgestellt. Das rund 140 Seiten starke Werk ist in Buchform bestellbar oder als App verfügbar.

Die Nutzer finden über konventionelle Kapitelmenüs oder nach Eingabe eines Stichwortes einen Überblick über die relevanten Erreger sowie Empfehlungen zur Wahl antimikrobieller Substanzen, deren Dosierung, Verabreichung, Dauer der Therapie, Dosisanpassung an die Nierenfunktion sowie zur notwendigen Diagnostik und wichtigen Hygienestandards.

Neu hinzugekommen sind in der dritten Auflage Informationen zu speziellen Virusinfektionen und eigene Kapitel zur Blutspiegelbestimmung von Antibiotika beziehungsweise geeigneten mikrobiologischen und virologischen Untersuchungs­materialien.

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„Noch nie hat die Behandlung von Infektionen die Ärzte vor größere Probleme gestellt als heute“, erläuterte Christoph Lübbert, Autor des Leitfadens. „Immer mehr Antibiotika verlieren ihre Wirkung, immer neue Resistenzen stellen uns täglich vor große Heraus­forderungen“, beschreibt der Infektiologe die aktuelle Situation. Umso wichtiger sei der gezielte, auf den konkreten Fall zugeschnittenen Einsatz von Antiinfektiva.

Das Team um Lübbert kündigte an, die Angaben in dem Leitfaden fortlaufend mit der hauseigenen Erreger- und Resistenzstatistik sowie mit übergeordneten Leitlinien abzugleichen. „Diese Aktualisierungen sind über die App sogar noch schneller verfügbar als bisher, so dass eine Anpassung an neue Entwicklungen umgehend möglich ist“, hieß es aus Leipzig.

Die App ist für alle Handys und Tablets mit Android- und iOS-Betriebssystem unter dem Stichwort „Antibiotika-Antiinfektiva“ verfügbar. Die Apps kosten einmalig 3,49 Euro. © hil/aerzteblatt.de

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