NewsMedizinSchonendere Therapie bei Neuroblastom möglich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Schonendere Therapie bei Neuroblastom möglich

Mittwoch, 28. November 2018

/Juan Gärtner - stock.adobe.com

Greifswald - Onkologen der Universitätsmedizin Greifswald um Holger Lode haben zusammen mit der Internationalen Gesellschaft für Kinderonkologie - Neuroblastom (SIOPEN) ein weniger belastendes Therapieregime für Kinder und Jugendliche mit Neuroblastom entwickelt. Die Arbeit ist in der Fachzeitschrift Lancet Oncology erschienen (doi 10.1016/S1470-2045(18)30578-3).

Neuroblastome gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Sie entstehen aus Zellen des sympathischen Nervensystems. Am häufigsten bilden sich die Tumoren im Nebennierenmark und entlang der Wirbelsäule. Die Mortalität der Erkrankung ist hoch. 

„Eine Immuntherapie mit dem monoklonalen Anti-GD2-Antikörper Dinutuximab, kombiniert mit abwechselndem Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierendem Faktor und intravenösem Interleukin-2 (IL-2), verbessert das Überleben bei Patienten mit Hochrisiko-Neuroblastom“, berichten die Autoren. Bislang wurde diese Therapie immer kombiniert verabreicht - mit gravierenden Nebenwirkungen.

Ziel der Studie war, das ereignisfreie Überleben nach der Behandlung mit Dinutuximab beta und subkutanem IL-2 zu beurteilen, verglichen mit Dinutuximab beta allein bei Kindern und Jugendlichen mit Hochrisiko-Neuroblastom. 

Die Wissenschaftler bezogen 422 Patienten in ihre Studie ein. Tatsächlich konnte das Forscherteam nachweisen, dass der Antikörper alleine genauso gut wirkt wie die Kombination aus Antikörpern und Zusatzstoffen. 

„Mit diesem klaren Ergebnis wird die Immuntherapie beim Neuroblastom für betroffene Kinder und Jugendliche deutlich verträglicher bei gleicher Wirksamkeit“, sagte Lode, der auch geschäftsführende Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin in Greifswald ist. © hil/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. August 2020
Kiel – An schonenden Therapien für Patienten mit dem aggressiven Hirntumor Glioblastom arbeitet ein interdisziplinäres Forschungsteam aus der Materialwissenschaft und der Medizin der
Wissenschaftler wollen Nebenwirkungen bei Behandlung von Gehirntumoren verringern
15. Juni 2020
Chicago − Patienten mit intrazerebralen kavernösen Angiomen, einem häufigen Zufallsbefund in CT/MRT und eine seltene Ursache von Hirnblutungen, haben häufig Störungen der Darmflora, die
Studie: Darmbakterien könnten die Bildung von Kavernomen im Gehirn fördern
2. Juni 2020
Alexandria – Die ausgeprägte Fatigue von Patenten mit einem hochgradigen Gliom bessert sich bei Therapie mit dem Psychostimulanz Armodafinil nicht relevant. Das zeigt eine Phase-III-Studie, die Alyx
Fatigue bei Gliomen wird mit Psychostimulanz nicht besser
30. März 2020
Berlin – Mit Hilfe eines neuen synthetischen Moleküls lässt sich die Neubildung von Blutgefäßen im Gehirn möglicherweise früher aufspüren und differenzierter darstellen als mit herkömmlichen
Neues Kontrastmittel soll Frühdiagnosen von Hirnmetastasen ermöglichen
5. März 2020
Mannheim – Glioblastome sprechen sehr häufig nicht auf Immuntherapien an. Wissenschaftler von der Universitätsmedizin Mannheim und vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben bei Mäusen einen
Wie Glioblastome sich vor einer Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren schützen
2. März 2020
Heidelberg – Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg haben ein Verfahren entwickelt, um Hirntumoren im Magnetresonanztomografen genauer darzustellen. Sie verwenden
Neues MRT-Verfahren macht Hirntumoren besser sichtbar
17. Februar 2020
Amsterdam – Das synthetische Progesteron Cyproteron fördert das Wachstum von Meningeomen, einem seltenen Hirntumor, der zwar gutartig ist, durch die Verdrängung von Hirnstrukturen jedoch ernsthafte
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER