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Aktion Mensch dringt auf mehr Inklusion am Arbeitsmarkt

Donnerstag, 29. November 2018

/ia_64, stockadobecom

Bonn/Frankfurt – Eine nach wie vor unzureichende Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung beklagt die Aktion Mensch. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Behinderung sei im laufenden Jahr zwar auf ein Rekordtief von 162.373 Suchenden gesunken, wie aus dem Inklusionsbarometer des Sozialverbandes und des Handelsblatt Research Institute (HRI) hervorgeht. Trotzdem profitierten Menschen mit Handicap nicht im gleichen Maße von der guten Konjunktur wie die Allgemeinheit, sagte HRI-Präsident Bert Rürup. Das Inklusionsbarometer wurde heute in Frankfurt vorgestellt.

Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Handicap entwickle sich seit sechs Jahren kontinuierlich positiv, so Rürup weiter. Es bleibe jedoch wichtig, Problemfelder zu erkennen und Lösungen zu entwickeln. Die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung liege mit 11,7 Prozent noch immer deutlich über der Quote bei Nichtbehinderten (5,7 Prozent) – und dieser Abstand habe sich in diesem Jahr erstmals wieder vergrößert.

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Hinzu kommt laut Inklusionsbarometer die Dauer der Arbeitslosigkeit: Menschen mit Behinderung suchten demnach durchschnittlich 366 Tage nach einer Beschäftigung, das sind 104 Tage mehr als Menschen ohne Handicap. Auch der Anteil der Langzeitarbeitlosen sei bei Behinderten mit 44,4 Prozent deutlich höher als bei Menschen ohne Behinderung (35,6 Prozent).

Die Zahl der Pflichtarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung sei zuletzt gestiegen, hieß es. Ab einer Größe von 20 Mitarbeitern sind Betriebe gesetzlich verpflichtet, auch Menschen mit Behinderung einzustellen. Bisweilen zahlten Firmen jedoch lieber eine Ausgleichsabgabe: „Gerade kleinere Unternehmen, die erstmals unter die Beschäfti­gungspflicht fallen, wissen zu wenig über Fördermöglichkeiten“, beklagte der Vorstand der Aktion Mensch, Armin von Buttlar. Die Zahl der unbesetzten Pflichtarbeitsplätze liege derzeit bei 37.182. © kna/aerzteblatt.de

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