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Wo Roboter in der Altenpflege helfen können

Freitag, 30. November 2018

Roboter „Pepper“ /dpa

Berlin – Altenpflegekräfte haben wenig Vorbehalte gegen Roboter als Unterstützungssysteme. Das hat das Forschungsprojekt „Anwendungsnahe Robotik in der Altenpflege“ (ARiA) der Universität Siegen und der Fachhochschule (FH) Kiel ergeben.

„Die Angst, dass Roboter ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen könnten, war schnell verflogen“, erläuterte Jens Lüssem von der FH Kiel. Viele Pflegekräfte könnten sich vorstellen, von einem Roboter bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt zu werden – allerdings in klar abgesteckten Bereichen, zum Beispiel für Bewegungs- oder Singübungen.

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Pflegerische Tätigkeiten soll er nicht übernehmen. Die Forscher der beiden Hochschulen fordern nun, dass die Themen Robotik und Digitalisierung künftig in der Ausbildung von Pflegekräften berücksichtigt werden. 

Für ihre Studie besuchten die Wissenschaftler zusammen mit einem Roboter nahmens „Pepper“ bundesweit 50 Stationen und diskutierten auf Workshops und Informationsveranstaltungen mit Pflegeschülern, Lehrenden, Fachkräften des Pflege- und Gesundheitsbereichs sowie der interessierten Öffentlichkeit.

Die Projekttour führte zu neuen Ideen für den Einsatz von Pflegerobotern – zum Beispiel zum Vorschlag, dass Roboter künftig Senioren beim Einkaufen unterstützen oder mit ihnen Übungen zur Sturzprävention machen könnten. „Mehr als 40 Konzepte sind dabei herausgekommen, wie man den Roboter künftig einsetzen könnte“, sagte Rainer Wieching von der Universität Siegen.

Überraschend für die Wissenschaftler war das große Interesse am Thema Datenschutz. Ebenso intensiv diskutiert wurden ethische Aspekte und die Art der Bindung von Pflegebedürftigen an Roboter. „Die Anwendung sollte so gestaltet werden, dass die Senioren wählen können, ob sie Kontakt aufnehmen und welche emotionale Nähe sie zu Robotern haben möchten. Dies sollte auch in Patientenverfügungen festgehalten werden“, berichten die Forscher. 

Das Forschungsprojekt ist im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Wissenschaftsjahres 2018 – Arbeitswelten der Zukunft gefördert worden.

© hil/aerzteblatt.de

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