NewsAuslandUnicef warnt vor Zuspitzung der Krise in Zentralafrika
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Unicef warnt vor Zuspitzung der Krise in Zentralafrika

Freitag, 30. November 2018

/dpa

Bangui/Genf – Gut fünf Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in der Zentralafrikanischen Republik spitzt sich die humanitäre Krise in dem Land Unicef zufolge immer weiter zu. Wegen des Konfliktes seien inzwischen rund 1,5 Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen, schätzungsweise 43.000 davon würden 2019 unter lebensgefährlichem Hunger leiden, warnte Unicef heute. „Die Lage der Kinder ist verzweifelt“, sagte die örtliche Leiterin des UN-Kinderhilfswerks, Christine Muhinga. Es brauche „dringend Aufmerksamkeit und Hilfe“.

Anzeige

Die Zentralafrikanische Republik sei eine „vernachlässigte Krise“, erklärte Unicef. Es gebe kaum internationale Aufmerksamkeit und zu wenig finanzielle Unterstützung. Der Staat – eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt – sei mit der Not der Bevölkerung völlig überfordert.

Rund 1,2 Millionen Zentralafrikaner, etwa ein Viertel der Bevölkerung, sind nach UN-Angaben auf der Flucht. Die Zahl der Kinder, die Hilfe brauchen, stieg Unicef zufolge von 1,3 Millionen auf 1,5 Millionen. Der Staat ist einem UN-Index zufolge hinter dem Niger das zweitärmste Land der Welt. Die Lebenserwartung in dem Land beträgt nur 52 Jahre - und ist damit die niedrigste weltweit. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Februar 2019
Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat die Verantwortlichen in Venezuela aufgefordert, so schnell wie möglich den Weg für medizinische Hilfslieferungen freizumachen. Die Gesundheitsversorgung in dem
Marburger Bund solidarisiert sich mit Ärzten in Venezuela
12. Februar 2019
Straßburg – Die Europäische Union (EU) will sich besser gegen Naturkatastrophen wappnen. Das Europaparlament stimmte heute mit großer Mehrheit für ein neues gemeinsames Einsatzverfahren. Bei Notfällen
Europäische Union baut Hilfe bei Naturkatastrophen aus
11. Februar 2019
Cúcuta/Caracas – Der UN-Flüchtlingskoordinator für Venezuela, José Samaniego, hat zu verstärkten Hilfsanstrengungen für die Nachbarstaaten des südamerikanischen Landes aufgerufen. Inzwischen gebe es
UN-Flüchtlingskoordinator will mehr Hilfe für Venezuela
8. Februar 2019
Cúcuta/Caracas – Die erste US-Hilfslieferung für die notleidende Bevölkerung Venezuelas ist in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta eingetroffen. Zehn Lastwagen hätten rund 100 Tonnen Lebensmittel,
Humanitäre US-Hilfe erreicht Grenze zu Venezuela
7. Februar 2019
Bukarest – Die EU-Staaten müssen aus Sicht der Bundesregierung möglichst rasch eine vorübergehende Lösung für die immer wieder im Mittelmeer blockierten Rettungsschiffe finden. „Aus unserer Sicht ist
Lösung für blockierte Rettungsschiffe „Gebot der Humanität“
6. Februar 2019
Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) warnt vor zunehmenden Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen und auf medizinisches Personal in Libyen. Zwischen Januar 2018 und Februar 2019 seien
WHO warnt vor Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen in Libyen
5. Februar 2019
Ottawa – Angesichts der tiefen Krise in Venezuela will Kanada humanitäre Hilfe in Höhe von umgerechnet 35 Millionen Euro leisten. Das kündigte Kanadas Premierminister Justin Trudeau bei einem Treffen
LNS
NEWSLETTER