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Beratungsangebot für Schlaganfall­patienten in Dresden

Montag, 3. Dezember 2018

/Photographee.eu, stock.adobe.com

Dresden – Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden bietet Schlag­anfallpatienten und deren Angehörigen ein neues Beratungsangebot zu sozial­rechtlichen und psychosozialen Fragen. Dabei handelt es sich um eine Telefonhotline, die zweimal in der Woche erreichbar ist. Alternativ können Betroffene sich auch per E-Mail an die Beratungsstelle wenden. 

Die Beratung selbst übernimmt Colin Geipel – der Dresdner kennt die Folgen eines Schlaganfalls und die vielen sich daraus ergebenen Fragen und Probleme aus eigener Erfahrung. Geipel ist ebenfalls Betroffener, dessen Lebensweg sich vor 16 Jahren von einem Tag auf den anderen komplett geändert hat. Der heute 48-Jährige hat die Herausforderungen angenommen und bis heute vieles angeschoben, um weiter aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und andere Schlaganfallpatienten zu ermutigen, sich auch selbst zu helfen.

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„Für die Betroffenen ist es wichtig, nicht im Bett oder dem Sofa zu bleiben und sich bedienen zu lassen“, bringt es Geipel auf den Punkt. Denn sein Leben wieder in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden sei nicht nur gut für die Seele, sondern auch für den Körper. Sich regelmäßig zu bewegen, schütze auch Schlaganfallpatienten vor den Zivilisationskrankheiten wie starkes Übergewicht, verkalkte Gefäße oder Herzprobleme.

„Ein selbst Betroffener kann Schlaganfallpatienten viel besser motivieren als ein Experte dies auf professioneller Ebene vermag“, sagte Uwe Helbig. Als Schlaganfall-Lotse hat er am Dresdner Uniklinikum das Nachsorgeprojekt „SOS-Care – Hilfe nach Schlaganfall“ mit aufgebaut und betreut seit sieben Jahren jeweils für rund ein Jahr Hirninfarkt-Patienten, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen worden sind.

Patienten und Angehörige können sich dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 13 bis 15 Uhr an Geipel wenden. Auch eine E-Mail an die Adresse „sos-helfer@ukdd.de" ist möglich. © hil/aerzteblatt.de

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