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Politik

Mehr Personal zur Überwachung von Medizinprodukten in Schleswig-Holstein

Montag, 3. Dezember 2018

/Swapan, stock.adobe.com

Kiel – Schleswig-Holstein will das Personal für die Überwachung von Medizin­produkten in den kommenden Jahren aufstocken. Für die Jahre 2019/2020 sind 14 neue Stellen vorgesehen. Derzeit sind in der Medizinprodukteüberwachung 16 Mitarbeiter tätig, davon einige in Teilzeit. Die Landesregierung hatte bereits vor den kürzlichen Medienberichten über fehlerhafte Medizinprodukte die Aufstockung beschlossen.

„Patientensicherheit muss bei Medizinprodukten oberste Priorität haben“, sagte Schleswig-Holsteins Ge­sund­heits­mi­nis­ter Heiner Garg (FDP). Mit dem Haushalts­beschluss für 2019 solle die personelle Aufstockung beim zuständigen Landesamt für soziale Dienste eingeleitet werden.

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NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung hatten mit internationalen Medienkollegen berichtet, dass die Verdachtsfälle zu Verletzungen oder tödlichen Folgen fehlerhafter Medizinprodukte stark zunähmen. Der Kernvorwurf lautet: Im Gegensatz zu Arznei­mitteln, die vor der Zulassung genauestens geprüft werden, würden Medizinprodukte nicht von staatlichen Stellen kontrolliert und Probleme nicht systematisch erfasst.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, für mehr Transparenz bei Medizinprodukten zu sorgen. Es solle eine industrieunabhängige Stelle aufgebaut werden, bei der alle verbauten Implantate gemeldet werden müssen, sagte Spahn kürzlich der Rheinischen Post.

Beim erstmaligen Inverkehrbringen von Medizinprodukten muss der Hersteller dies den zuständigen Behörden anzeigen. In Schleswig-Holstein ist dies das Landesamt für Soziale Dienste. Es prüft, ob die Voraussetzungen für das Inverkehrbringen des Medizinproduktes erfüllt sind. © dpa/aerzteblatt.de

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