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Politik

Mehr Arbeits- und Wegeunfälle in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Dienstag, 4. Dezember 2018

/celiafoto, stockadobecom

Düsseldorf – Die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle von Beschäftigten in Berufen aus Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ist zwischen 2007 und 2017 von 74.321 auf 111.432 angestiegen. Das ist ein Zuwachs um 49,9 Prozent, wie die Zahlen der Berufsgenossenschaft (BG) Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zeigen. Die Antwort liegt dem Deutschen Ärzteblatt vor.

Zu den Berufen, die über die BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege versichert sind, gehören laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unter anderem angestellte Mitarbeiter der stationären Versorgung wie Ärzte und Pflegekräfte, aber auch von ambulanten Einrichtungen der ärztlichen Versorung, von medizinischen Laboren und Praxen der Psychologie und Psychotherapie. Ebenso umfassen die Zahlen angestellte Mitarbeiter in Apotheken oder Gesundheitsberufen wie Ergo- und Physiotherapeuten und sogar Friseure sowie zum Teil auch selbstständige Unternehmer.

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Konkrete Gründe für den Anstieg der absoluten Unfallzahlen sind in der Antwort der Bundesregierung nicht genannt. Naheliegend wäre, dass die Zunahme auf einen Beschäftigungszuwachs von 2007 auf 2017 zurückzuführen ist. Zumindest geht aus Daten der DGUV hervor, dass das relative Risiko für meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle der BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege zuletzt nicht gestiegen, sondern sich nahezu auf dem selben Niveau bewegt. Die Unfallquote sank demnach statistisch berechnet sogar leicht von 16,32 (2016) auf 15,68 (2017) meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle je 1.000 Vollzeitbeschäftigte.

Insgesamt ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle der Antwort der Bundesregierung zufolge seit 2007 um 5,5 Prozent auf 1,064 Million im vergangenen Jahr zurückgegangen. Meldepflichtig sind Arbeits- und Wegeunfälle, wenn die Versicherten mehr als drei Tage arbeitsunfähig sind.

Jutta Krellmann, Linken-Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit im Bundestag, sieht in den Zahlen Anhaltspunkte für einen Mangel beim Arbeitsschutz. Die Bundesregierung sei in der Verantwortung, für flächendeckende Arbeitsschutzkontrollen zu sorgen, sagte sie. © may/aerzteblatt.de

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