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Sonderforschungs­bereich zur Bedeutung von Blutgefäßen für Organfunktion

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Universitätsklinikum Mannheim /dpa

Heidelberg – Die Universität Heidelberg hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit zwei Anträgen für Sonderforschungsbereiche (SFB) überzeugt. Neben einem SFB aus dem Bereich der Astronomie wird die Medizinische Fakultät Mannheim den SFB „Wie Blutgefäße die Organfunktion kontrollieren“ übernehmen.

„Fehlfunktionen von Gefäßen sind direkt oder indirekt an mehr als zwei Dritteln aller Todesfälle beteiligt“, hieß es aus Heidelberg. Im Mittelpunkt des SFB 1366 stünden daher die Mechanismen, mit denen Blutgefäße die Funktion von Organen während der Entwicklung und bei Krankheitsprozessen steuern. Die an dem Forschungsverbund beteiligten Wissenschaftler wollen sich dabei vor allem auf die Erforschung von Blutgefäßen in Gehirn, Herz, Lunge und Leber sowie in Tumoren konzentrieren.

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„Die Untersuchungen spannen einen Bogen von entwicklungsbiologischen Fragestellungen über Fragen der Aufrechterhaltung der Körperhomöostase bis hin zu primär krankheitsbezogenen Projekten“, so die Mannheimer Wissenschaftler. Die Erforschung der komplexen Blutgefäßfunktionen auf der molekularen Ebene verfolge letztlich das Ziel, lebensbedrohliche Krankheitsprozesse besser zu verstehen und neue Zielstrukturen für die therapeutische Intervention zu identifizieren.

Sprecher des neuen SFB ist Hellmut Augustin. Der Wissenschaftler ist einer der beiden Gründungsdirektoren des European Center for Angioscience an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruperto Carola und leitet die Abteilung für Vaskuläre Onkologie und Metastasierung am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

„Die Techniken der Hochdurchsatzgenomanalyse gestatten heute funktionelle Unter­suchungen bis auf die Ebene einzelner Zellen. Damit wird es möglich, Steuerungs­funktionen von Blutgefäßen in bisher nicht möglicher zeitlicher und räumlicher Auflösung zu untersuchen und präzise Erkenntnisse über die Beteiligung von Blutgefäßen bei Krankheitsprozessen zu gewinnen“, sagte er.

Neben Wissenschaftlern der beiden Medizinischen Fakultäten in Mannheim und in Heidelberg, dem Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg sowie dem DKFZ in Heidelberg werden an dem Verbund auch Forschergruppen aus Bad Nauheim, Berlin, Frankfurt, München und Münster mitwirken. Die DFG fördert den Sonderforschungsbereich in der ersten Förderperiode über vier Jahre mit insgesamt mehr als elf Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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