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Politik

Pflege-Bahr verliert an Schwung

Mittwoch, 5. Dezember 2018

/DOC RABE Media, stock.adobe.com

Berlin – Der Pflege-Bahr, die staatliche geförderte Pflegezusatzversicherung, verliert weiter an Schwung. Das verdeutlicht die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.

Demnach sank der prozentuale Zuwachs im vergangenen Jahr auf rund 7,3 Prozent. Die prozentualen Zunahmen in den Jahren zuvor lagen weitaus höher. So gab es 2014 ein Plus von rund 57 Prozent, 2015 von 22,5 Prozent und 2016 von etwa 15,3 Prozent. Die absolute Zahl der Versicherten mit einer Pflegezusatzversicherung ist in den vergangenen fünf Jahren von 350.100 (2013) auf 834.021 (2017) angewachsen.

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Die Bundesregierung betonte in ihrer Antwort, der Anteil der Menschen, die grundsätzlich eine private ergänzende Vorsorge für die Pflege für notwendig und wichtig erachteten, liege Umfragen zufolge weit über den Zahlen. Insofern sei „für die Zukunft mit einem weiteren Anwachsen der geförderten Pflege-Zusatzversicherung zu rechnen“, heißt es.

Die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Nicole Westig warf der Bundesregierung insgesamt eine Konzeptionslosigkeit bei der Pflegefinanzierung vor. „Die Zuwachsrate zur privaten Zusatzversicherung Pflege-Bahr geht seit Jahren zurück, dennoch sieht die Regierung keinen Reformbedarf“, bemängelte Westig.

Die staatlich geförderte Pflege-Zusatzversicherung – auch Pflege-Bahr genannt – wird mit 60 Euro pro Jahr bezuschusst. © may/aerzteblatt.de

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