NewsPolitikWissenschafts­ausschuss in Rheinland-Pfalz lehnt Stipendien für angehende Ärzte ab
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Wissenschafts­ausschuss in Rheinland-Pfalz lehnt Stipendien für angehende Ärzte ab

Mittwoch, 5. Dezember 2018

/dpa

Mainz – Mit den Stimmen aller anderen Fraktionen hat der Wissenschaftsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags einen Antrag der CDU abgelehnt, ein Stipendienprogramm für angehende Ärzte auf dem Land einzuführen.

Es sei sinnvoller, dann Anreize zur Eröffnung einer Landarztpraxis zu geben, wenn die Entscheidung zur Niederlassung unmittelbar anstehe, sagte Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) heute im Fachausschuss des Landtags.

Anzeige

Die Förderung mit einem Stipendium von 500 Euro im Monat wäre ein zusätzliches Instrument, betonte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Enders. Wichtiger sei für ihn jedoch, dass die geplante Landarztquote eingeführt werde.

Diese soll spätestens bis 2021 Bewerbern ohne Spitzenabitur ein Medizinstudium ermöglichen, wenn sie sich für eine spätere Tätigkeit als Hausarzt in ländlichen Regionen verpflichten. Als weiterer Weg für die Zulassung zum Medizinstudium ist ein etwa neunmonatiges Praktikum in unterschiedlichen Stationen in der medizinischen Versorgung geplant.

Als Baustein der „Landarzt-Offensive“ nannte der Minister mehr Medizinstudienplätze. Im Vergleich zum Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2016 solle es bis 2021 etwa 13 Prozent mehr Studienplätze für Medizin geben. Für die Studierenden sollen Teile des klinischen Studiums künftig außerhalb der Universitätsmedizin in Mainz stattfinden, wie Wolf ausführte – „damit sie die verschiedenen Regionen des Landes kennenlernen“. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Juni 2019
Potsdam – Auf der Suche nach jungen Landärzten bietet die Landesregierung in Brandenburg Medizinstudierenden künftig ein Stipendium von 1.000 Euro an, wenn sie sich für fünf Jahre zu einer Tätigkeit
Brandenburg bietet im Kampf um Ärztemangel Stipendien für angehende Landärzte
14. Juni 2019
Düsseldorf – Das von Ge­sund­heits­mi­nis­terium, Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr vereinbarte Programm zur Förderung des
Quereinstieg in die Allgemeinmedizin kommt in Nordrhein-Westfalen gut an
13. Juni 2019
Dresden/Stockholm – Die schwarz-rote Koalition in Sachsen ist uneins über die Finanzierung zusätzlicher Studienplätze in der Medizin. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sieht derzeit keine
Koalitionsstreit in Sachsen um Finanzierung des Medizinstudiums
13. Juni 2019
Mainz – An einem nach dem Sommer anlaufenden Pilotprojekt zur Telemedizin in Rheinland-Pfalz werden voraussichtlich alle Krankenkassen teilnehmen. Das sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Sabine
Alle Kassen bei Telemedizinpilotprojekt im Boot
3. Juni 2019
Dresden – Im Kampf gegen den Ärztemangel haben das Sozialministerium Sachsen, die Sächsische Lan­des­ärz­te­kam­mer, die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die Krankenhausgesellschaft Sachsen und die AOK
Neues Bündnis beschließt Maßnahmen gegen Ärztemangel in Sachsen
27. Mai 2019
Stuttgart – Der SPD in Baden-Württemberg geht der geplante Ausbau von Medizinstudienplätzen nicht schnell genug voran. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums soll die Entscheidung für ein Konzept
SPD mahnt rasche Entscheidung zu Medizinstudienplätzen in Baden-Württemberg an
27. Mai 2019
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich kurz vor dem 122. Deutschen Ärztetag in Münster für eine deutliche Erhöhung der Studienplätze für Humanmedizin ausgesprochen. Mit den
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER