NewsÄrzteschaftÄrzte wünschen sich Sanktionen für Terminschwänzer
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärzte wünschen sich Sanktionen für Terminschwänzer

Donnerstag, 6. Dezember 2018

/dpa

Berlin – Patienten, die einen über die Vermittlungsstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) erhaltenen Termin nicht wahrnehmen, ohne ihn rechtzeitig abzusagen, sollten sanktioniert werden. Dafür hat sich der NAV-Virchow-Bund ausgesprochen.

„Bei der jetzt geplanten gesetzlichen Ausweitung der Terminservicestellen muss eine Sperre für diejenigen Patienten eingeführt werden, die ihren Termin unentschuldigt versäumen“, sagte der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dirk Heinrich.

Anzeige

Er sprach sich dafür aus, dass Patienten in solchen Fällen über einen Zeitraum von vier Wochen für alle weiteren Termine über die Terminservicestellen gesperrt werden sollten. Wer keine Terminmoral zeige, verhalte sich unsolidarisch gegenüber anderen Patienten.

„Diese Schwänzer nehmen denen die Termine weg, die wirklich dringend einen brauchen“, erklärte Heinrich. Gesperrte Patienten würden weiterhin behandelt, betonte der Verband. Allerdings sollten sie für den Zeitraum der Sanktion keine bevorzugte Terminvergabe mehr über die Servicestellen erhalten.

Hintergrund für den Vorstoß ist eine Auswertung des NAV-Virchow-Bunds, wonach Patienten rund 30 Prozent der über die Terminservicestellen der KVen vermittelten Termine platzen lassen. © may/kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. Dezember 2018
Berlin – Mit der psychotherapeutischen Sprechstunde wurde eine Möglichkeit geschaffen, die Versorgung von Menschen mit psychischen Beschwerden zu steuern. Dieses Fazit zieht die
Psychotherapeutische Sprechstunde steuert die Versorgung
7. Dezember 2018
Berlin – Statt dirigistischer Eingriffe in den Praxisalltag, wie sie der Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) vorsieht, forderte die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen
Vertragsärzte verlangen bessere Patientensteuerung zur Lösung von Terminproblemen
6. Dezember 2018
Berlin – Mit mehr als 68.500 (Stand heute, 15.15 Uhr) Zeichnungen hat die Petition der Psychotherapeutenverbände an den Bundestag gegen die Verschlechterung des freien Zugangs zur
Petition der Psychotherapeuten zum Termin- und Servicegesetz erreicht Quorum vor Zeichnungsende
28. November 2018
Potsdam – Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) will die Patientensteuerung weiter verbessern und fordert die Krankenkassen dazu auf, flächendeckend sogenannte
KV Brandenburg will flächendeckende Verträge zur Terminvereinbarung bei Fachärzten
19. November 2018
Hannover – Die Vertragsärzte in Niedersachsen haben sich gegen den Plan von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) gewendet, die Sprechstunden für gesetzliche Krankenversicherte auszubauen. Ein
Niedersachsens Vertragsärzte gegen Pläne für längere Sprechzeiten
9. November 2018
Berlin – Weg mit den Budgets, mehr Eigenverantwortung für niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie ein kompletter Stopp der aktuellen Gesetzespläne: Bei der Bundeshauptversammlung des
NAV-Virchow-Bund verlangt Stopp für Gesetzespläne
6. November 2018
Berlin – In scharfen Worten hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) kritisiert. Bei der Vorstellung mehrerer Kritikpunkte in Frankfurt am
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER