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Politik

Zusatzbeiträge der größten Krankenkassen gehen weiter auseinander

Donnerstag, 6. Dezember 2018

/Stockfotos-MG, stockadobecom

Frankfurt am Main – Zwischen den beiden größten Krankenkassen in Deutschland wird sich der Beitragsunterschied im kommenden Jahr wohl weiter erhöhen. Wie es bei der Barmer heute aus gut informierten Kreisen hieß, will der Vorstand dem Verwaltungsrat eine Beibehaltung des Zusatzbeitrags in Höhe von 1,1 Prozent empfehlen. Die Techniker Krankenkasse (TK) strebt dagegen laut einem Sprecher an, unter dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag zu bleiben, der 2019 sinkt. Zuerst hatte der Tagesspiegel über die Pläne berichtet.

Die Entscheidung bei der Barmer über den künftigen Zusatzbeitrag soll den Kreisen zufolge kommenden Mittwoch fallen. Bei der TK liegt der Zusatzbeitrag derzeit bei 0,9 Prozent; der durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 1,0 Prozent. Er sinkt kommendes Jahr auf 0,9 Prozent. „Wir haben auch 2019 das Ziel, unter dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz zu bleiben“, erklärte der TK-Sprecher. Über die Absenkung entscheide der Verwaltungsrat am 14. Dezember.

Die Barmer und die TK sind die größten Krankenkassen in Deutschland. Die Barmer hat rund 9,2 Millionen Versicherte, bei der TK sind es etwa 10,2 Millionen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von gestern erzielten die Krankenkassen in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres einen Überschuss von rund 1,86 Milliarden Euro. Damit stiegen die Betriebsmittel und Rücklagen der Kassen insgesamt auf 21 Milliarden Euro.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte die Kassen vor diesem Hintergrund auf, „alle Spielräume konsequent zu nutzen, um ihre Zusatzbeiträge zu senken“. Der allgemeine Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung liegt bei 14,6 Prozent. Da die meisten Kassen mit diesem Betrag nicht auskommen, erheben sie außerdem einen Zusatzbeitrag. © afp/aerzteblatt.de

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