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Medizin

Hautkrebs: Tragbarer Hautsensor gibt UV-Alarm über Smartphone

Freitag, 7. Dezember 2018

/olezzo, stockadobecom

Chicago – US-Forscher haben ein miniaturisiertes Messgerät für UV-Licht entwickelt, das an der Kleidung, aber auch am Finger oder als Ohrring getragen werden kann und ohne eine Batterie die Messergebnisse auf das Smartphone der Besitzer überträgt. Das in Science Translational Medicine (2018; doi: 10.1126/scitranslmed.aau1643) vorgestellte Gerät könnte Urlauber vor einem drohenden Sonnenbrand warnen.

UV-Dosimeter sind keine neue Erfindung. In der Industrie werden sie seit Langem eingesetzt, um Arbeiter vor schädlichen UV-Strahlen zu warnen. An Stränden sieht man die Messgeräte jedoch selten. Außerhalb der Industrie sind sie kaum bekannt und im Urlaubsgepäck ist kein Platz für sie (auch wenn es mittlerweile handliche Geräte gibt).

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Die Dosimeter, die ein Team um Shuai Xu von der Northwestern University in Chicago entwickelt hat, haben in jeder Geldbörse Platz und können ohne Umstände von Urlaubern getragen werden. Die von den Forschern vorgestellten Modelle eignen sich möglicherweise auch als Schmuckstück, wenn sie in einen Finger- oder Ohrring eingearbeitet werden. Ein französischer Modekonzern bietet bereits ein erstes Gerät an, das ein Smartphone-Hersteller (in den USA) in sein Sortiment übernommen hat.

Denn die UV-Tracker können nicht nur die UV-Strahlung in 3 verschiedenen Wellenlängen messen. Sie über­mit­teln die Daten auch drahtlos per WLAN an den Taschen­computer des Besitzers. Die Energie für Messung und Transmission bezieht der runde Sensor von nur 8 mm Durchmesser und 1 mm Dicke aus der Sonnenenergie.

Die 2 zugegebenermaßen kleinen Feldversuche mit 9 Probanden in Rio de Janeiro und 11 Probanden in St. Petersburg/Florida ergaben, dass die UV-Tracker in etwa die gleichen Messergebnisse lieferten wie die gleichzeitig getragenen kommerziellen UV-Dosimeter. Ob sie einen Beitrag zur Krebsprävention leisten, wie Xu hofft, dürfte davon abhängen, ob die Besitzer die richtigen Konsequenzen ziehen und nicht einfach die Warnmeldungen ihres Smartphones wegklicken. © rme/aerzteblatt.de

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