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Politik

Cannabiskonsum steigt, Prävention an Schulen soll ausgebaut werden

Freitag, 7. Dezember 2018

/dpa

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, plant, die Vorbeugung gegen Cannabiskonsum insbesondere an Schulen auszubauen. Ab dem kommenden Jahr solle eine halbe Million Euro zusätzlich für Prävention fließen, sagte sie heute in Berlin.

„Cannabiskonsum ist und bleibt ein Thema, sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen.“ Das sei keine gute Entwicklung: „Wer in jungen Jahren regelmäßig kifft, schädigt sich fürs ganze Leben.“ Merkfähigkeit, Konzentration und Leistungs­fähigkeit ließen nach, Depressionen und Schizophrenie könnten die Folge sein, warnte Mortler.

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Die Drogenbeauftragte äußerte sich aus Anlass der Veröffentlichung des Jahresberichts der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht zur Situation illegaler Drogen (DBDD). Danach ist Cannabis unter den verbotenen Suchtstoffen weiterhin am meisten verbreitet.

So haben 7,3 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren sowie 6,1 Prozent der 18- bis 64-Jährigen im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert. Zum Vergleich: Nur 1,2 Prozent der Jugendlichen und 2,3 Prozent der Erwachsenen haben im vergangenen Jahr andere illegale Drogen zu sich genommen.

Auch Kokain erfreut sich offenbar einer wachsenden Beliebtheit. Laut DBDD-Jahresbericht wurde im vergangenen Jahr mehr als dreimal (337 Prozent) so viel Kokain sichergestellt wie 2016. Die Menge sichergestellten Cannabis stieg im gleichen Zeitraum um 30 Prozent, dagegen wurde weniger Haschisch (-30,9 Prozent) und weniger Heroin (-10 Prozent) konfisziert.

Einen massiven Rückgang verzeichnete die DBDD im Bereich der Amphetamine: Hier wurden 2017 insgesamt 693.668 Ecstasy-Tabletten konfisziert – und damit 69 Prozent weniger als im Vorjahr.

Während der Wirkstoffgehalt bei Cannabisblüten mit durchschnittlich 13,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht und sich dieser beim Kokain im Straßenhandel seit 2011 mehr als verdoppelt hat (2017 bei 78,4 Prozent), ist bei den Amphetaminen ein Rückgang zu verzeichnen. Nach einem Peak im Jahr 2016 (42,1 mg/Konsumeinheit (KE)) hat sich der Wirkstoffgehalt hier wieder deutlich auf 18 mg/KE reduziert.

Basierend auf den aktuellsten Bevölkerungsumfragen des Jahres 2015 haben in Deutschland etwa 14,4 Millionen Erwachsene sowie 479.000 Jugendliche zwischen 12 bis 17 Jahren zumindest einmal in ihrem Leben eine illegale Droge konsumiert. Das entspricht einer Lebenszeitprävalenz von 28,2 beziehungsweise 10,2 Prozent. © kna/hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #749369
Ambush
am Freitag, 7. Dezember 2018, 16:42

Laut Statistik Zunahme der Drogenkriminalität in den letzten Jahren

Es gibt in der Bundesrepublik wie auch anderswo in Europa und in USA eine bedenkliche Entwicklung, Drogenkonsum insgesamt als Lifestyle oder gar medizinische Wunderwaffe zu bejubeln...laut Statistiken steigt in den letzten Jahren die Drogen-Kriminalität an, auch die zunehmende gesellschaftliche "Akzeptanz" oder sagen wir Banalisierung insbesondere von Cannabis dürfte da ihren Anteil daran haben. Während man früher Cannabis , LSD , MDMA etc. überzogen kriminalisiert hat, scheint heute das gegensätzliche Problem zu bestehen, nach dem Motto: "Ist doch alles nicht so schlimm." Beides ist grundfalsch. ich denke nicht, das ein Dasein als unproduktiver "Versager, Kiffer, Loser" für das Individuum oder die Gesellschaft erstrebenswert sein sollte.... was massenhafter Drogenkonsum mit einer Gesellschaft anrichten kann, sieht man z.B. an Jemen, Somalia und benachbarten Ländern...in Jemen und Somalia ist jeweils quasi das gesamte Land im kollektiven Kath-Rausch...im Jemen wird statt Weizen nur noch Kath angebaut, sämtliches Getreide muss importiert werden...was das aggressiv machende Kath an Förderung des Terrorismus und islamistischer Strömungen in genannten Ländern alles "geleistet" hat, sollte nicht unterbewertet werden...nun ist Kath zwar nicht direkt mit Cannabis vergleichbar, aber eben ein Beispiel, wie die kulturelle Akzeptanz einer Droge diese Gesellschaft zu Grunde richten kann.... ...anderes Beispiel: der massenhafte, kulturell dort akzeptierte Genuss des "Wässerchens" in Russland...die durchschnittliche Lebenserwartung in Russland ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um 20 Jahre gefallen...ein hauptsächlicher "Verdienst" des Alkohols...

http://www.faz.net/aktuell/wissen/drogen-in-der-medizin-cannabis-auf-rezept-14919955.html bzw.: "Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein.“ Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen." ... der Artikel in der faz ist recht aufschlussreich, wie wenig berechtigt der Hype um Cannabis in der Medizin in Wahrheit ist...
LNS

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